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SPD und CDU: Mitgliedschaft Stadthagens bringt bessere Position in der EU - Grüne/Wir skeptisch

"Metropolregion": Zweifel an Nutzen geäußert

Stadthagen (jl). Die Stadt Stadthagen möchte Mitglied in einem Verein werden, der sich als Gesellschafter an der "Metropolregion GmbH" beteiligt. Die in anderer Form bereits bestehende Region deckt das Zentrum Niedersachsens ab und ist auf Strukturen zugeschnitten, die nach Ansicht von örtlichen Politikern in der EU Zukunftschancen haben. Der Ratsausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Kultur sollte die beabsichtigte Mitgliedschaft im Verein "Kommunen in der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg e.V." nur zur Kenntnis nehmen, entscheiden soll der Verwaltungsausschuss.

veröffentlicht am 23.06.2008 um 00:00 Uhr

Die Kenntnisnahme verlief allerdings nicht durch die Bank wohlwollend. Richard Wilmers machte für die Fraktion Grüne/Wir Zweifel geltend, "ob das für uns zum Nutzen ist". Zumal in den Ratsgremien nicht selten über geringere Summen als den hier zu zahlenden Jahresbeitrag in Höhe von 1500 Euro gerungen werde. "Wir müssen die Chance nutzen, wenn wir an der Peripherie eines solchen Gürtels liegen", hielt Karsten Becker (SPD) dagegen. "Die Zukunft in der EU liegt in Regionen. Wir werden im Verein nicht entscheidend Einfluss nehmen, aber wir sind nah dran", ergänzte er. "Dem ist nichts mehr anzufügen", gab Burkhard Balz (CDU) zu Protokoll. Die Metropolregion war 2004 von den Städten des sogenannten Expo-Städtenetzes (zu dem Stadthagen gehört), den Städten Braunschweig, Göttingen, Salzgitter, Goslar, Wolfenbüttel und Wolfsburg sowie der Region Hannover und dem Zweckverband Großraum Braunschweig gegründet worden. Jetzt soll das Gebilde umorganisiert werden, weil die Gründungsphase als abgeschlossen gilt und für die aktive Phase eine andere Form nötig sei. Drei große Ziele hat die Metropolregion: Sie erhofft eine bessere Positionierung bei EU-Förderungen. Diese, so ist die Einschätzung, wird sich künftig verstärkt urbanen Räumen widmen, und dabei könnten Metropolregionen Priorität bekommen. Weiter versprechen sich die Mitgliedskommunen und -kreise bessere Positionen im Standortwettbewerb. Schließlich erhoffen die Mitglieder eine bessere Einbindung in das Netz der nationalen und europäischen Raumentwicklung und ganz praktisch einen besseren Zugang zu Informationen und Kooperationsprojekten.



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