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EWR: Zweiter Bauabschnitt der Mausoleum-Restaurierung

"Metamorphose in Hameln"

Stadthagen (sk). Voraussichtlich im Juli werden die Restaurierungsarbeiten an der Außenhaut des Mausoleums fortgesetzt. 305 000 Euro sind für den zweiten Bauabschnitt veranschlagt. Das hat Udo Jobst, Vorsitzender des Fördervereins Erlebniswelt Renaissance, jetzt mitgeteilt.

veröffentlicht am 10.03.2007 um 00:00 Uhr

Das Mausoleum mit seinen Adrian de Vries-Figuren ist wichtiges D

Die endgültige Zusage der erwarteten Bundesmittel für die Bauphase in Höhe von 90 000 Euro erreichte Jobst bereits. 90 000 Euroübernimmt das Land, 65 000 Euro die Stiftung Denkmalschutz, 30 000 Euro der Landkreis, und 15 000 Euro steuert die Stadt bei. Für 15 000 Euro muss der Förderverein "gerade stehen". Alle Fenster des 400 Jahre alten Mausoleums sind in die Restaurierung einbezogen. Wie notwendig das ist, zeigte der Sturm "Kyrill" am 18. Januar. "Waagerecht", so Jobst, sei der Regen auf die undichten Fenster geschlagen, viel Wasser an den Innenwänden des Mausoleums hinter den Bildern heruntergeflossen. Das Planungsbüro Dr. Norbert Bergmann aus Pfaffenhofen ist mit der Restaurierung betraut. Ausschreibungen für den Bau erfolgen jetzt. Im Juli, schätzt Jobst, werden die Handwerker mit den Arbeiten beginnen. Das Mausoleum - mit seinen Adrian de Vries-Figuren wichtiges Detail am Stadthäger Standort der "Erlebniswelt Renaissance" (EWR) - soll auch in der Bauphase wenn möglich für Besucher geöffnet bleiben. Die Restaurierung des Mausoleums ist - unabhängig von der EWR - ein wichtiges Ziel des Fördervereins, ein anderes Vereinsthema die "Berührung", so Jobst, mit der "Erlebniswelt Renaissance." Die EWR Projektentwicklung GmbH mit Sitz in Hameln hat im vergangenen Jahr für Schlagzeilen gesorgt. Die so genannten E-Guider, die Besuchern der EWR-Standorte deren Kunstwerke und Historie multimedial vermitteln sollen, hatten vor allem in Hameln nicht funktioniert. Schließlich war das gesamte Pilotprojekt, an dem auch der Landkreis Schaumburg als Mitgesellschafter finanziell beteiligt ist, in Frage gestellt. Mit dem neuen EWR-Geschäftsführer Carsten Bartsch und neuen E-Guidern habe sich nun das Blatt zum Positiven gewendet, in Hameln sei eine regelrechte "Metamorphose" passiert, freute sich Jobst. In Stadthagen laufen auch die "alten" E-Guider weitgehend problemlos, erfahren jedoch eine Aufwertung. Bislang habe der Besucher lediglich Hörspielszenen wahrnehmen können, die die Renaissance-Thematik eher "oberflächlich" darstellen, so Jobst. In diesen Tagen werde nun die Software für eine kunsthistorische Ebene installiert. Stadthagen sei der erste Standort, der damit ausgerüstet wird.



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