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Udo Schobeß befürchtet: "Der nächste Brocken wird fliegen!"

Messingsberg: Steinberger Ortsrat will Gutachter einladen

Steinbergen (clb). Nachdem sich Stadtrat und Kreistag einstimmig gegen weitere Eingriffe am Messingsberg ausgesprochen haben, hat auch der Ortsrat Steinbergen in der jüngsten Sitzung zu diesem Thema Stellung genommen - mit dem Ergebnis, die zuständigen Gutachter noch einmal einzuladen und ihnen konkrete Fragen zum Abbau zu stellen.

veröffentlicht am 30.05.2007 um 00:00 Uhr

Die Betreiberfirma Norddeutsche Naturstein GmbH (NNG) hatte beantragt, am Messingsberg nicht nur den abgerutschten Bergteil, sondern auch den Werkstattfelsen sowie bereits renaturierte Teile des Steinbruchs weiter und tiefer abzubauen (wir berichteten). Dass sich im Berg eine starke Bewegung befinde, daran sei kein Zweifel, erklärte Erster Stadtrat Jörg Schröder. Der Bereich des Steinzeichen sei jedoch vorerst sicher, betonte Schröder. Der Plan des Unternehmens sei es zudem, Terrassen anzulegen und diese dann zu bepflanzen. Ortsratsmitglied Udo Schobeß (CDU) zeigte sich grundsätzlich anderer Meinung als Stadtrat und Kreistag. Er sprach sich dafür aus, dass die Betreiber, die den Berg kaputt gemacht hätten, ihn auch wieder in Ordnung bringen sollten. "Hände weg vom Berg halte ich für ein völlig falsches Signal", machte Schobeß in der Sitzung seinen Standpunkt deutlich. Jedoch befürworte er eine "sanfte Abtragung", keinen Abbau über die Waage: "Denn wenn man jetzt nichts mehr macht, hat man gar keinen Einfluss mehr. Und der nächste Brocken wird fliegen". Einig waren sich die Ortsratsmitglieder in einem Punkt: Das Unternehmen dürfe keinen Gewinn mehr durch einen weiteren Gesteinsabbau erzielen. Einstimmig einigte man sich schließlich auf den Vorschlag von Ortsbürgermeister Heiner Bartling, die zuständigen Gutachter möglichst zeitnah einzuladen, damit der Ortsrat noch einmal die Möglichkeit habe, ganz konkrete Fragen zu den Abbauplänen zu stellen.



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