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Zu: „Jede Menge Mäuse im Museum“, vom 1. Oktober

Mensch nicht über dem Tier

Gut finde ich, dass die Fotografen diesen Tieren Respekt zollen und ihnen „ein Gesicht“ geben, um den Fokus auf sie zu lenken und die Frage aufzuwerfen, ob Tierversuche ethisch zu vertreten sind. Nicht gut finde ich, wenn sie ihnen danken, denn die Maus gibt ihr Leben ja nicht freiwillig – es wird einfach mit ihr gemacht.

veröffentlicht am 23.10.2020 um 18:16 Uhr

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Das wirft die Sichtweise des Antispeziesismus auf, der besagt, dass der Mensch nicht über dem Tier steht, nicht eine generell höher entwickelte Spezies ist, weil beidermaßen Freude, Leid, Schmerzen und Angst empfunden wird. Beide ziehen ihre Nachkommen mit Liebe auf, gründen Familien und Netzwerke, stehen in gleichem Bezug zur Natur, brauchen Nahrung, lernen aus dem, was sie erfahren, passen sich an oder sterben aus. Gleicher Schmerz = gleiches Recht. Wir alle sind Teil eines großen Ganzen.

Man braucht sich nur vorzustellen, dass die Tiere das mit uns machen, was wir mit ihnen machen, um eine Antwort auf unser Tun ihnen gegenüber zu haben. Wir müssen aufgeben zu denken, dass Nager, Insekten und Ratten Schädlinge sind, die bekämpft werden müssen. Dass Tiere dafür da sind, gegessen und gejagt zu werden, oder zu unserer Belustigung dienen, und dass Schweine, Kühe und Schafe „Nutztiere“ sind. Unser ganzes System ist auf der Ausbeutung der Tiere aufgebaut. Wir müssen die Schöpfung wieder als das sehen, wofür sie gedacht ist: als Lebens- und Spielraum, der zur Entwicklung und Vervollkommnung aller Geschöpfe dient. Es ist alles für jeden da. Da müssen wir hin mit unserem Mitgefühl und unserer Liebe.



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