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Jugendtreff ins Obergeschoss des Feuerwehrhauses? / Politiker diskutieren noch zwei Varianten: Keller und Container

Menke: "Kinder gehören nicht ins Gewerbegebiet"

Rehren (la). Dass in Rehren der Bedarf für einen Jugendtreff besteht, hat Jugendpflegerin Anne-Marie Matthias den Mitgliedern des Ausschusses für Jugend und Soziales anhand einer Umfrage klargemacht. Über die Notwendigkeit eines Jugendtreffs waren sich die Politiker auch einig - lediglich die Frage nach dem Wo sorgte für Diskussionen.

veröffentlicht am 17.11.2007 um 00:00 Uhr

Im Obergeschoss des Feuerwehrhauses soll ein Jugendtreff eingeri

"Ich habe an der Bushaltestelle in Rehren Fragebögen an Kinder und Jugendliche verteilt", erklärte die Jugendpflegerin während der jüngsten Ausschusssitzung. 84 Prozent der 38 befragten Kinder im Alter zwischen acht und 16 Jahren finden es demnach wichtig, in Rehren einen Jugendraum zu bekommen. 87 Prozent würden ihn regelmäßig besuchen und 81 Prozent bei der Einrichtung helfen. Drei Mal pro Woche sollte der Jugendtreff nach Meinung der Kinder und Jugendlichen geöffnet sein und Angebote wie Karaoke-Abende, Disco, Theaterprojekte, Basteln, Tanzen, Kochen und ähnliches bieten. Ein Ansprechpartner solle da sein und der Jugendtreff mit Sofas, einem Computer, Fernseher und CD-Player ausgestattet sein. Die Gemeindeverwaltung hatte drei Standortvarianten vorgeschlagen und für diese die Kosten ermittelt. Variante 1: die leerstehenden Räume im Kellergeschoss der "Alten Molkerei". Diese müssten für 27 500 Euro umgebaut werden. Variante 2: das Aufstellen eines 60 Quadratmeter großen Wohncontainers. Diese Möglichkeit würde mit 26 000 Euro zu Buche schlagen. Variante 3: die gemeindeeigene, etwa 130 Quadratmeter große Wohnung im Obergeschoss des Feuerwehrgerätehauses im Gewerbegebiet. Die Räume könnten sofort und ohne finanziellen Aufwand benutzt werden. Allerdings würde die Gemeinde auf Mieteinnahmen in Höhe von 5000 Euro pro Jahr verzichten müssen. "Das Feuerwehrgerätehaus liegt nicht gerade zentral, und eine Bushaltestelle gibt es dort auch nicht", gab Torben-Sven Schmidt (CDU) zu bedenken. "Genau das Abgelegene ist ein Vorteil", entgegnete die Jugendpflegerin. Dort könnte man auch mal die Musik lauter drehen und würde niemanden stören. "Kinder gehören nicht in ein Gewerbegebiet abgeschoben", sagte Jürgen Menke (WGA). Außerdem sei die Wohnung nicht behindertengerecht. "Der Jugendtreff unter einem Dach mit der Feuerwehr birgt ein hohes Gefahrenpotenzial", gab Menke weiter zu bedenken. 20 bis 30 Autos würden bei einem Feuerwehreinsatz auf das Gelände fahren. Zur Keller-Variante meinte Menke: "Ein Keller bleibt ein Keller und ist untauglich für einen Jugendtreff." Auch der Keller sei nicht behindertengerecht. Menke sieht die Containerlösung als beste Variante an. "Container sind ebenerdig, behindertengerecht, und wenn ein Container auf demGelände der Alten Molkerei aufgestellt würde, dann könnten die Toiletten in dem Gebäude genutzt werden. Dort ist sogar eine Behindertentoilette." "Das Feuerwehrgerätehaus ist die beste Lösung", meinte hingegen Rüdiger Teich (SPD). Einen Container lehnte er ab, und der Ausbau des Kellers sei zu teuer. "Das Feuerwehrgerätehaus hätte Charme. Da sind ohnehin schon die Kinder und Jugendlichen der Nachwuchsfeuerwehren, und auch das Transportfahrzeug, das die Gemeinde anschaffen wird, ist da", argumentierte Teich. Wenn der Jugendtreff in dem Gebäude nicht genutzt werden sollte, könnte er, ohne große Kosten verursacht zu haben, wieder als Wohnung dienen. In dem Zusammenhang wusste Priemer: "Gerade gestern wurde die Wohnung besichtigt. Das darf hier nicht verschwiegen werden, weil wahrscheinlich gerade jetzt die Möglichkeit besteht, Mieteinnahmen zu erzielen." Der Bürgermeister war trotzdem für den Jugendtreff im Feuerwehrgerätehaus. Mit der Enthaltung von Jürgen Menke einigten sich die Politiker darauf, dem Rat die Variante 3 vorzuschlagen. Die notwendigen Finanzmittel sollen im Haushalt 2008 bereitgestellt werden. Der Rat wird am Montag, 3. Dezember, über die Empfehlung beraten und entscheiden.

Jürgen Menke
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