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New Yorker Formation "Glory Gospel Singers" hat ihre Zuhörer ruckzuck auf den Beinen

Melancholische Klänge, überschäumende Freude

Bückeburg (jp). Sie sind wie "Blues Brothers" im Namen des Herrn unterwegs, und sie hinterlassen ausnahmslos begeistertes Publikum, auch im heimischen Bereich: In zahlreichen Kirchen haben die Glory Gospel Singers in den vergangenen Jahr ihre Lobpreisungen Gottes erklingen lassen und sich damit eine unverbrüchliche Fangemeinde ersungen. Kurz vor dem Jahreswechsel trat die New Yorker Formation jetzt in der Stadtkirche auf und bot mit einem inbrünstigen Konzert eine Bibelstunde der ganz besonderen, musikalischen Art.

veröffentlicht am 31.12.2007 um 00:00 Uhr

Mit Kraft und Spiritualität lassen die Glory Gospel Singers beim

Schon vor neun Jahren hatte das 1985 in New York gegründete Ensemble der Stadtkirche eine Konzertvisite abgestattet und dabei einen so nachhaltigen Eindruck hinterlassen, dass sich auch diesmal wieder viele hundert Gospel-Fans nicht lange bitten ließen: "Wir freuen uns alle, dass Sie wieder hier sind", begrüßte Pastorin Anne Riemenschneider die drei Sängerinnen, zwei Sänger nebst Keyboard-Begleiter, die mit dem Eröffnungslied "Let the church say amen" ihr Publikum spontan auf den Beinen hatten. Mit Kraft und Spiritualität ließen die Glory Gospel Singers den Funken der Begeisterung aufs Publikum überspringen. Getreu dem "Glory" in ihrem Namen sang die Formation zur Ehre Gottes, aber auch für die Menschen, die sie mit ihrer Freude an den Liedern mühelos ansteckten. Doch das Talent, ihr Publikum mitzureißen, zum Singen und Tanzen zu bringen, war längst nicht alles, was die fünf Sängerinnen und Sänger in schlichtem Schwarz zu bieten hatten. Besonders wenn sie auf Keyboard-Begleitung verzichteten, entfalteten ihre hervorragenden Stimmen Wirkung. Besonders das mehrstimmig a cappella vorgetragene "We shall overcome" zog die Zuhörer in seinen Bann, ebenso der zugleich exakt und ausdrucksvoll gesungene Traditional "Kumba yah, my lord". Fröhliche Lieder wie das aus dem Kinofilm "Sister Act" bestens bekannte "I will follow him" wechselten mit intensiv flehenden Klassikern wie "Go Down, Moses" oder "Amazing Grace". Mal war heftige Beteiligung aller Anwesenden gefragt, dann wieder nur inniges Zuhören wie bei einem der bekanntesten Gospels überhaupt - "Swing low sweet chariot", 1862 vom Sklaven Wallis Wallis komponiert und unter anderem bereits von Eric Clapton interpretiert. Nach melancholischen Klängen über Einsamkeit und Unglück ("Sometimes I feel like a motherless child") mündete das Konzert in überschäumende Freude: Mit "Oh happy day", ebenfalls durch "Sister Act" zu Popularität gelangt, ließen die Glory Gospel Singers ihren Auftritt ausklingen.

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