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Auf dem Weg zur Fachkraft

Meisterkurse: Worauf bei der Wahl zu achten ist

Wer für den Meisterbrief die vier Teile Fachpraxis, Fachtheorie, Betriebswirtschaft und Recht sowie Berufs- und Arbeitspädagogik erfolgreich absolviert, hat eine Qualifikation, die dem Bachelorabschluss an der Uni entspricht. Doch anders als die Prüfung an sich ist die Vorbereitung darauf nicht gesetzlich geregelt. Dafür gibt es bei verschiedenen Bildungseinrichtungen Meisterschulen oder Meisterkurse. Doch wie finden Gesellen die passende Fortbildung?

veröffentlicht am 03.06.2019 um 14:05 Uhr
aktualisiert am 03.06.2019 um 14:46 Uhr

Der Zentralverband des deutschen Handwerks (ZDH) empfiehlt, zunächst zu prüfen, ob die Schule zu den individuellen Zielen passt. Für einen Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik können die betriebswirtschaftlichen Inhalte im Lehrplan zum Beispiel besonders wichtig sein – etwa weil er den elterlichen Betrieb übernehmen möchte. Dagegen legt ein Konditorgeselle womöglich großen Wert darauf, bestimmte handwerkliche Techniken zu vertiefen.

Da es keine festen Qualitätskriterien für die Meistervorbereitungskurse gibt, ist es nicht immer einfach, gute Angebote zu erkennen. „Man sollte sich die Kurse ganz genau ansehen“, empfiehlt Julia Kuhnt, Weiterbildungsberaterin bei der Handwerkskammer Potsdam. „Die Lehrzeit und die Inhalte sollten in vernünftiger Relation zueinander stehen.“ Da gebe es große Unterschiede. Seinen Meister in möglichst kurzer Zeit abzuschließen ist nicht alles. Viel wichtiger sei es, „dass die Teilnahme auf das Leben als Meister vorbereitet und man selbstbewusst in die Karriere geht“, meint Kuhnt.

Daher gelte: Nicht nur auf prüfungsrelevante Aspekte achten, sondern auch auf Inhalte, die später im Beruf wichtig sind.

Auch die Frage, ob sich die Vorbereitung über das Aufstiegs-Bafög finanzieren lässt, kann die Entscheidung beeinflussen. Wer die Wahl hat, sollte sich die Schulen vor Ort einfach mal ansehen.



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