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Neuer Chefarzt Dr. Peter Jürgensmeier stellt sich vor / Situation der Krankenhäuser weiter schwierig

"Mein Herz schlägt für die Unfallchirurgie"

Rinteln (la). Am 1. Oktober letzten Jahres hat Dr. Peter Jürgensmeier die Leitung der Chirurgischen Abteilung des Kreiskrankenhauses Rinteln übernommen. Am Mittwoch stellte er sich persönlich den niedergelassenen Ärzten vor und wurde von Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier offiziell begrüßt.

veröffentlicht am 12.01.2007 um 00:00 Uhr

Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier (r.) überreicht Dr. Peter

"Eigentlich kann ich heute schon so etwas wie ein 100-Tage-Resümee geben", meinte Jürgensmeier. Er habe es gut getroffen und sei wirklich zufrieden. "Ich habe eine intakte und gut ausgestattete Abteilung mit netten und gut ausgebildeten Mitarbeitern übernommen", lobte Jürgensmeier, bevor er den rund 50 Anwesenden das Leistungsspektrum der Rintelner Chirurgie ausführlich vorstellte. "Mein Herz schlägt für die Viszeral- und Unfallchirurgie", sagte der 45-Jährige, der in allen chirurgischen Bereichen in verschiedenen Krankenhäusern Erfahrungen gesammelt hat. Zum Rintelner Krankenhaus-Alltag gehören unter anderem die Operation von Leistenbrüchen und Schilddrüsen, Magen-Operationen mit Resektionen bei Tumoren, Dünn- und Dickdarmchirurgie, Gallenblasenentfernung durch minimal-invasive Operationen und offene Operationen an den Gallengangsorganen. Auch die Einsetzung künstlicher Hüft- und Kniegelenke, Arthroskopien, Meniskusoperationen, Kreuzbandplastiken und die Behandlung von Knorpelschäden gehören zum Repertoire der chirurgischen Abteilung. Neu eingeführt hat Dr. Jürgensmeier die navigierte Knie-Endoprothetik mit einem Ortho-Piloten. Das CT-freie System ermöglicht eine exakte Implantatausrichtung und wird bereits an über 400 Kliniken erfolgreich eingesetzt. Landrat Schöttelndreier machte bei der offiziellen Begrüßung des Chefarztes noch einmal auf die schwierige Lage der kommunalen Krankenhäuser aufmerksam. "Die Einnahmen werden immer weiter reduziert und die Kosten steigen. Diese Differenz kann nicht mehr erwirtschaftet werden." Daher würde man weiter auf Leistungsschwerpunkte in den beiden Häusern in Rinteln und Stadthagen setzen und auf eine gemeinsame effektive Personalentwicklung und Personalplanung. "Verschiedene Funktionen, die für beide Häuser notwendig sind, werden jeweils nur einmal besetzt", so Schöttelndreier. Außerdem baut der Landrat auf den Ausbau der Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten und mit anderen Kliniken. "Wir setzen auf Vernetzung und Verzahnung stationär mit ambulant", machte er deutlich. Die Ansiedlung der verschiedensten Fachpraxen an den beiden Krankenhäusern und damit der Weg zum medizinischen Versorgungszentrum sei der Weg, der weiter verfolgt werde. Daher hofft der Landrat auch, dass das Konzept der Zusammenarbeit mit der psychiatrischen Klinik (Burghofklinik) in Rinteln endlich vom Sozialministerium genehmigt wird. "Ich erwarte in diesem Jahr eine Entscheidung."



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