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WGS und Grüne stimmen dagegen / Neuhäuser: Hier stimmt das Kosten-Nutzen-Verhältnis einfach nicht

Mehrheit für Parkplätze, Info-Punkt und neuen Radweg

Rinteln (wm). Ein neuer Radweg entlang der Weser ab dem Freibad (aber nicht mehrüber das Freibadgelände), ein neuer Info-Punkt und Rastplatz, eine bessere Gestaltung der Einfahrt von der Dankerser Straße, 30 neue Parkplätze und eine Entschärfung der Kurve am Kanuclub - auf diesen Kompromissvorschlag für eine neue Radwegführung am Weseranger einigte sich die Mehrheit desOrtsrates in der jüngsten Sitzung.

veröffentlicht am 09.06.2008 um 00:00 Uhr

Zustimmen muss diesem Konzept jetzt noch der Stadtrat, aber davon kann man ausgehen, denn SPD wie CDU stimmten geschlossen für den von der Verwaltung abgespeckten Radwegebau, der statt ehemals rund 350 000 Euro jetzt nur noch 240 000 Euro kosten soll - davon kommt etwa die Hälfte als Zuschuss aus einem EU-Topf. Für Gerhard Helmhold (Grüne) wie Gert Armin Neuhäuser (WGS) immer noch zu viel Geld für ein paar hundert Meter Radweg. Beide bezweifeln, ob damit tatsächlich mehr Radtouristen in die Weserstadt gelockt werden oder ob das alles nicht nur eine kostspielige "Kosmetik" ist. Neuhäuser: "Hier stimmt das Kosten-Nutzen-Verhältnis einfach nicht." Helmhold: "Wir finanzieren das ja nicht aus einer freien Haushaltsspitze, sondern auf Kredit und müssen für jeden aufgenommenen Euro Zinsen zahlen." Gegen den Vorwurf, das Projekt sei nur "Kosmetik", verwahrte sich ganz energisch Baudezernent Reinhold Koch, der in seinem Plädoyer für die neuen Pläne herausstellte, hier gehe es nicht nur um ein paar hundert Meter Radweg und ein paar zusätzliche Parkplätze, sondern um eine grundsätzliche Verbesserung der Infrastruktur am Weseranger, von der neben den Radtouristen auch Freibadbesucher wie Naherholungssuchende profitieren würden. Außerdem diene die Verlegung des Radweges in Richtung Weser der Verkehrssicherheit, denn Radler und parkplatzsuchende Autofahrer würden damit zuverlässig voneinander getrennt. Helmhold wie Neuhäuser beanspruchten in dieser Ortsratssitzung die meisten Wortmeldungen für sich und gegen das Projekt - vergeblich. Die Mehrheit sah es anders und beschloss das 240 000-Euro-Paket.



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