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Gemeinde Auetal und Stadt Rinteln bilden gemeinsam aus / Kosten sparen

Mehr Möglichkeiten für die Azubis

Rehren/Rinteln (la). Ab sofort bilden die Gemeinde Auetal und die Stadt Rinteln gemeinsam Verwaltungsfachangestellte aus. Den notwendigen Vertrag dafür haben die Bürgermeister Thomas Priemer und Karl-Heinz Buchholz im Auetaler Rathaus unterzeichnet.

veröffentlicht am 17.04.2008 um 00:00 Uhr

"Grundsätzlich sind alle Unternehmen und Institutionen der Privatwirtschaft und der öffentlichen Hand aufgefordert, Ausbildungsplätze anzubieten. Die Gemeinde Auetal hat bisher nur sporadisch Ausbildungsplätze vorgehal ten", erläuterte Priemer im Gespräch mit unserer Zeitung. In erster Linie hätten finanzielle Gründe dafür bestanden, keine regelmäßige, jährliche Einstellung von Auszubildenden vorzunehmen. Eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten erfordert während der Ausbildungszeit von drei Jahren Haushaltsmittel in Höhe von rund 35 000 Euro. Andere Behörden gleicher Größenordnung wie die Gemeinde Auetal bilden jährlich junge Menschen aus, darunter die Städte des Landkreises Schaumburg. Entsprechendes soll nun auch in der Gemeinde Auetal gelten. Ausbildungsbehörde und damit auch Ausbildungsvertragspartner ist ab sofort im Wechsel die Gemeinde Auetal oder die Stadt Rinteln. Jede Kommune führt den Ausbildungsgang selber durch. Allerdings wird der Auszubildende im Rahmen des Ausbildungsplans sowohl bei der Stadt Rinteln als auch bei der Gemeinde Auetal eingesetzt. Dienstherr bleibt aber jeweils die Kommune, die den Auszubildenden eingestellt hat. Die Kosten werden geteilt. Die Ausschreibungen und die Auswahl der jeweiligen Auszubildenden treffen beide Behörden gemeinsam. "Durch die Zusammenarbeit wird der allgemeinen Forderung, die interkommunale Zusammenarbeit zu verstärken, Rechnung getragen", sagte Buchholz. Umfangreiche und arbeitsaufwendige Bewerbungsverfahren würden geteilt. Die Zusammenarbeit beginnt mit dem Ausbildungsjahr ab dem 1. August dieses Jahres. Die Stadt Rinteln hat die Stelle bereits besetzt. Im nächsten Jahr wird die Gemeinde Auetal Dienstherr eines Auszubildenden werden. Voraussetzungen sind mindestens ein Realschulabschluss und befriedigende Noten in Mathematik und Deutsch. Außerdem sollten die jungen Menschen mobil sein, denn schließlich werden sie in Rinteln und im Auetal beschäftigt sein. "Das hat auch für die Auszubildenden Vorteile", stellte Priemer fest. Sie würden in zwei Behörden lernen und seien in beiden bekannt. "Das verbessert die Chancen auf eine Festeinstellung nach der Ausbildung", meinte Priemer.



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