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Innenstadt

Mehr Kontrollen in der Fußgängerzone

Das Problem „Außenbewirtschaftung kontra Fußgänger“ (mit Kinderwagen, Fahrrad, Einkaufstaschen oder – nicht zu vergessen – Rollatoren) ist nicht auf die Kirchstraße beschränkt. Es stellt sich schärfer noch in den „Fußgänger-Verkehrsadern“ Hauptallee und Brunnenstraße.

veröffentlicht am 02.09.2019 um 21:43 Uhr
aktualisiert am 05.09.2019 um 22:48 Uhr

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Zu: „Konfliktstoff in der Innenstadt“, vom 20. August
Die Hauptallee, eine klassische „Flaniermeile“, entwickelt sich nach kontinuierlichem Verlust von Einzelhandelsgeschäften (zum Beispiel Bücher, Handarbeiten, Luxuswaren) mehr und mehr zu einem Eldorado der Gastronomie, deren Preise offensichtlich dem (kostenfreien) Ambiente geschuldet sind. Für alle, denen die Allee Fußweg ist und die sich am Wesen der Allee, das heißt am Baumbestand, erfreuen möchten, wird die Situation immer weniger attraktiv, zum Beispiel auch wegen der die Frischluft überlagernden Essensdünste. Auch in Bad Pyrmont regnet es ab und an, dann ist der sandige Mittelweg oft unpassierbar, wenn man (in diesem Fall „Frau“) nicht in Sportschuhen oder Gummistiefeln durch die Stadt laufen möchte. Was dann bleibt, ist der Slalom zwischen Tischen und Stühlen auf den Plattenwegen rechts und links, auf denen sich das gastronomische Mobiliar nicht nur bei Sonnenschein breitmacht. Freilich bedarf seine Aufstellung einer Sondernutzungsgenehmigung, in der vermutlich auch bestimmte Abstände festgelegt sind. Nur dass diese eben regelmäßig nicht eingehalten werden!

Ähnlich in der Brunnenstraße, die einmal mit städtebaulichem Schick – und wohl auch entsprechenden Kosten – angelegt wurde. Zu der Gestaltung gehören großzügige Treppenauf- und -abgänge, die ebenfalls regelmäßig im Bereich einer Eisdiele so verstellt werden, dass ihre Nutzung nur noch eingeschränkt möglich ist (Funktions- und Anblicksstörung). Da fehlen jetzt wirklich nur noch die geplanten Palmen, um die Brunnenstraße, auf der ja auch Märkte und Feste stattfinden, vollends unpassierbar zu machen, als ob die gerade in diesem Jahr sehr bunt und malerisch ausgefallene Sommerbepflanzung der Beete und Kübel nicht Schmuck genug wäre! Von wegen „Kein Wildwuchs“ in der Außenbewirtschaftung (laut Ordnungsamt). Genau das nennt man Wildwuchs: Nicht das überhaupt etwas wächst, sondern dass eine Pflanze (wie die Gastronomie) über den ihr zugewiesenen Platz hinauswuchert.

Also: Mehr Kontrollen, nicht nur ankündigen, und danke für das Aufgreifen des Themas.



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