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BBS setzt 18-köpfigen Beirat ein / Berater für künftigen Schulvorstand

Mehr Konkurrenz und Kontrolle

Stadthagen (gus). Die Berufsbildenden Schulen in Stadthagen haben seit dieser Woche einen Beirat. Dessen Einsetzung ist Teil der Vorbereitungen auf dieÄra der "eigenverantwortlichen Schule", die das niedersächsische Schulgesetz am 1. August einläutet. Der Beirat soll dem künftigen Schulvorstand zuarbeiten.

veröffentlicht am 22.02.2007 um 00:00 Uhr

Seit rund einem Jahr laufen die Vorbereitungen auf das Inkrafttreten des neuen Gesetzes an der Berufsschule Stadthagen. Die Einrichtung orientiert sich dabei auch am Schulversuch "ProReKo" (Projekt Regionales Kompetenzzentrum), das Sonderregelungen für Berufsschulen erarbeiten soll. Eine dieser Sonderregelungen ist ein Beirat als Pflichtgremium. Eine Arbeitsgruppe hat die Wunsch-Zusammensetzung des Beirats vorbereitet. Erfreulich für BBS-Schulleiter Jürgen Steltner: Alle zur gewünschten Vertreter sind zur Mitarbeit bereit. Zehn heimische Unternehmen aus verschiedenen Branchen haben einen Sitz eingenommen. Darüber hinaus entsenden Innungen, Verbände und der Landkreis insgesamt acht Vertreter. Der "18er-Rat" soll künftig über schulstrategische Themen beraten. Ähnlich einem politischen Fachausschuss kann die Gruppe Empfehlungen an den Schulvorstand weiterleiten. Dieser ist nach dem neuen Schulgesetz die oberste Instanz an der Schule und entscheidet über Finanzielles, Personelles und Inhaltliches. "Holen wir neue Schulformen hierher, fahren wir bestimmte Bildungsgänge zurück, gehen wir Kooperationen ein, welcher Bereich bekommt wie viele Lehrerstunden - solche Dinge entscheiden wir künftig im Vorstand", erklärt Steltner. Jede Schule erhalte nach dessen Worten vom Schulträger, in diesem Fall der Landkreis, ein Budget, das sich nach der Schülerzahl richte. Schon deshalb seien alle Berufsschulen künftig Konkurrenten. Diesen Wettbewerb und die zusätzliche Kontrolle des Schulleiters begrüßt Steltner. Dieser müsse jährlich einen Rechenschaftsbericht ablegen. DerVorstand entscheide über die Entlastung des Schulleiters. Werde nicht entlastet, könne dies im Wiederholungsfall einen Führungswechsel nach sich ziehen, "weil sich der Schulleiter dann als unfähig erwiesen" habe. Die neuen Gremien beziehen ihre Befugnisse unter anderem aus der Entmachtung der Gesamtkonferenz. Diese wählt künftig alle zwei Jahre den Vorstand und beschränkt sich ansonsten auf Fragen nach Unterrichtsinhalten. Der Schulvorstand wird sich aus sieben Lehrkräften und der gleichen Zahl an Nicht-Lehrenden zusammensetzen. Da die BBS rund ein Drittel Minderjährige oder noch schulpflichtige Jugendliche besuchen, erhalten auch Eltern- und Schülervertreter Stimmrecht. Beratende Mitglieder werden unter anderem der Personalratschef, die Gleichstellungsbeauftragte und ein Entsandter des Landkreises sein. Erste nichtöffentliche Sitzung des Beirates ist am 25. September. Nicht öffentlich ist diese auch aufgrund der Konkurrenzsituation. "Wir werden den anderen Berufsschulen nicht unsere Strategien verraten", so Steltner.



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