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Ahnsen verabschiedet Haushaltsplan / Ausgleich Dank Rücklage / Augenmerk aufs Mehrzweckhaus

Mehr Hundesteuer als Gewerbesteuer eingeplant

Ahnsen (tw). Die gute Nachricht vorab: Bürgermeister Heinz Grabbe kann den Haushalt 2008 - erneut - ausgleichen. Aber: Das ist nur möglich, weil der Rücklage 32 000 Euro entnommen werden. Deren Stand sinkt damit von 143 000 auf 113 000 Euro. Schön gleichwohl: Die Summe, mit der jeder Ahnser theoretisch in der Kreise steht, sinkt bis Jahresende von 27,18 auf 23,03 Euro.

veröffentlicht am 28.03.2008 um 00:00 Uhr

Der Rat gab dem Zahlenwerk Mittwochabend im Mehrzweckhaus einstimmig seinen Segen. "Gott sei Dank ist die Kreisumlage stabil geblieben - sonst würde es uns noch schlechter gehen", merkte SPD-Fraktionschef Jürgen Schmökel an. Und sein Pendant bei der CDU, Dieter Gutzeit, mahnte: "Die Rücklage darf nicht noch weiter in den Keller gefahren werden - allein schon nicht wegen des von uns zu zahlenden Anteils am Ausbau der L 451." Haupteinnahmebrocken der Gemeinde ist auch 2008 die Einkommenssteuer, die mit 285 000 Euro zu Buche schlägt, gefolgt von der Umsatzsteuer mit 18 000 Euro und der Hundesteuer mit 3100 Euro. Bei denübrigen Einnahmen verbucht Ahnsen 5100 Euro bei der Grundsteuer "A" und 66 500 Euro bei der Grundsteuer "B". - "Bei der Gewerbesteuer", sagt Grabbe, "ha be ich vorsichtshalber 2000 Euro eingesetzt." Ein Kleinhandwerker habe signalisiert, diese Summe zahlen zu müssen. Macht unterm Strich erwartete Einnahmen von etwa 379 000 Euro. Demgegenüber stehen Ausgaben für die Kreisumlage mit 194 000 Euro und für die Samtgemeindeumlage mit 122 000 Euro. Klartext: "Von den 379 000 Euro verbleiben uns nur 62 900 Euro, mit denen wir etwas tun können", bilanziert Grabbe. Und ergänzt: "Hätten wir unsere Rücklage nicht, sähe das ganz schlecht aus." Zu den aktuellen Investitionen, die aus dem Verwaltungshaushalt bestritten werden sollen, gehören die Planungskosten für das Kanalkataster und die L 451 - zusammen 30 000 Euro. Insbesondere das Kanalkataster liegt dem Bürgermeister am Herzen: "Ich selbst weiß, wo die Kanäle liegen; aber wer weiß es nach mir noch?" Außerdem brauche der obere Stapelweg zumindest eine Splittdecke. Weil es derzeit keine Zuschüsse der EU gebe, sei eine Grundsanierung, die 60 000 Euro kosten würde, "nicht drin". Besagtes Absplitten schlage dagegen nur mit etwa 15 000 Euro zu Buche. Der Gemeinde liegt bereits ein Angebot vor, zwei weitere sollen noch eingeholt werden. Ein weiterer großer Brocken bei den Kosten ist die Sanierung des Mehrzweckhauses, für die vom Rat 25 000 Euro in den Haushalt eingestellt werden. Konkret: An dessen Südseite müssen die wasserziehenden Fugen aufgeschnitten und erneuert werden; gleiches gilt für die Fensterbänke. Aber auch ein neues Fallrohr ist fällig. Kommt hinzu: Die Schieber im Keller müssen ausgewechselt werden; sie sind nicht mehr beweglich. "Gibt's einen Wasserschaden, müssen wir die Hauptleitung abstellen können", erinnert Heinz Grabbe die Politiker. Ergänzt wird das Maßnahmenpaket um Schönheitsreparaturen im Gebäude. So sollen sowohl das Treppenhaus als auch die Duschräume und Umkleiden frisch gestrichen werden; besagte Kabinen haben zuletzt vor 15 Jahren neue Farbe gesehen. Beim Aufstellen des Haushalts zunächst vergessen, aber vom Rat gleichfalls bewilligt: 2000 Euro für den Franzosen-Besuch beim Ahnser Spielmannszug. Im Vermögenshaushalt sind Ausgaben von 2000 Euro für eine von den Anliegern angemahnte Ballfanganlage vorgesehen; weil die fehlt, "sind in der Vergangenheit bereits drei bis vier Autos beschädigt worden", erinnert der Bürgermeister. Weil sich ein Anlieger an den Kosten beteiligt, schlägt die Anschaffung mit nur 2000 Euro zu Buche. Für ebenfalls 2000 Euro sollen zwei neue Straßenlampen gekauft werden; eine davon soll im Kornfeld aufgestellt werden. Außerdem möchte die Gemeinde für 1000 Euro einen neuen Kopierer anschaffen; der alte, gebraucht gekauft, arbeitet nach acht Jahren nicht mehr zufriedenstellend. Last, but not least will sich Ahnsen für 1000 Euro einen neuen Bekanntmachungskasten gönnen. Kernzahlen : Der Verwaltungshaushalt hat ein Volumen von 453 000 Euro, der Vermögenshaushalt ein Volumen von 79 000 Euro. Macht ein Gesamtvolumen von 532 000 Euro. Die Hebesätze bleiben unverändert.



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