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Landesjugendring demonstriert für 80 Jugendverbände und 200 kommunale Jugendringe

Mehr Geld für die Jugendarbeit gefordert

HANNOVER. Mit einer Demonstration vor dem Landtag haben die niedersächsischen Jugendverbände eine deutliche Erhöhung der Landesförderung gefordert:

veröffentlicht am 17.09.2018 um 10:51 Uhr

Bei der Demo vor dem Landtag. FOTO: Landesjugendring Mark Mühlhaus, attenzione-photo.com

Die Jugendverbände in Niedersachsen haben die Zahl der Teilnehmenden an ihren landesweiten Bildungsmaßnahmen seit 1992 um etwa 70 Prozent erhöht – die Haushaltsmittel, die das Land für die Bildungsmaßnahmen der Jugendverbände bereitstellt, sind in diesem Zeitraum inflationsbereinigt hingegen gesunken. Hat das Land 1992 jeden Bildungstag der Jugendverbände nach heutigem Wert mit 15,90 Euro bezuschusst, sind es heute nur noch 8,29 Euro.

Für die Jugendverbände hat das zunehmend dramatische Auswirkungen: Die Eigenanteile steigen immer weiter, Übernachtungen in Jugendherbergen sind für viele Jugendgruppen schon lange unerschwinglich geworden und die Ehrenamtlichen zahlen für die Seminare, die sie leiten, schon selbst die Teilnahmebeiträge.

An über 180 000 Teilnahmetagen haben sich junge Menschen im letzten Jahr mit finanzieller Unterstützung des Landes beispielsweise mit politischen und gesellschaftlichen Themen befasst, sich zu Jugendleitern ausbilden lassen und ihre Qualifikation zu aktuellen gesellschaftlichen Themen und Arbeitsfeldern der Jugendarbeit verbessert. Und auch die Zahl der Juleicas (Jugendleiter-Card) hat im letzten Jahr mit 24 136 Karten fast ihr Allzeithoch erreicht. „Das zeigt, wie sehr sich junge Menschen in Niedersachsen engagieren und welchen Beitrag Jugendverbände zur außerschulischen Bildungsarbeit leisten“, sagt Jens Beuker, Fachvorstand für ehrenamtliches Engagement des Landesjugendrings Niedersachsen.

Für ihre Jugendarbeit brauchen die jungen Menschen Unterstützung: Daher ist eine Erhöhung der Bildungsmittel nach dem Jugendförderungsgesetz dringend notwendig. Die Jugendverbände fordern: eine Erhöhung der Zuschüsse des Landes um 2 000 000 Euro. Wenn diese nicht erfolgt, ist die zukünftige Arbeit der Jugendverbände in Gefahr! Mit dieser Erhöhung der Fördermittel könnte der Kaufkraftverlust der letzten 25 Jahre und die gestiegene Zahl der Teilnahmetage ausgeglichen werden.

Ute Neumann, Vorstandssprecherin des Landesjugendrings, kommentiert das mit den Worten: „Eine starke Zivilgesellschaft braucht engagierte junge Menschen und starke Jugendverbände. Das Land muss hier endlich wieder seiner Verantwortung gerecht werden und die Fördermittel bedarfsgerecht anheben.“

Aus diesem Grund fand gestern ein Aktionstag vor dem Landtag in Hannover statt. Junge Menschen haben auf unkonventionelle Art und Weise auf ihre Forderungen aufmerksam gemacht und konnten dabei ins direkte Gespräch mit den Abgeordneten kommen. Alle anwesenden Parlamentarier haben dabei die Forderung der Jugendverbände unterstützt und die Leistungen der Jugendverbände für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ausdrücklich gewürdigt. Und auch Jugendministerin Carola Reimann sagt in Bezug auf die Forderung der Verbände nach einer Erhöhung der Bildungsmittel um zwei Millionen Euro: „Da habt ihr mich auf eurer Seite.“ Auf diese Unterstützung setzt die Jugendarbeit nun in den anstehenden Haushaltsberatungen.

Der Landesjugendring Niedersachsen e. V. ist der Zusammenschluss der 19 landesweit organisierten niedersächsischen Jugendverbände. Er vertritt die Interessen von ca. 80 einzelnen Jugendverbänden und etwa 200 kommunalen Jugendringen sowie die Interessen der jungen Menschen in Niedersachsen. Ferner unterstützt der LJR das ehrenamtliche Engagement von 50 000 Jugendleitern in der Kinder- und Jugendarbeit in Niedersachsen.

Mehr Hintergrundinformationen zu der Veranstaltung und der Kampagne „jugend — zukunft — schaffen“ sind auf der Webseite www.jugend-zukunft-schaffen.de zusammengestellt.pr



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