weather-image
20°
Gemeinderat Buchholzändert den Bebauungsplan Nr. 5 "Auf der Portugall" zum dritten Mal

Mehr Freiheit für Bauherren - Zäune erlaubt

Buchholz (thm). Was lange währt, wird endlich gut - unter diesem Motto scheint der Gemeinderat gehandelt zu haben, als er am vor kurzem die dritte - "und hoffentlich letzte" (Bürgermeister Hartmut Krause) - Änderung des Bebauungsplanes Nr. 5 "Auf der Portugall" auf den Weg gebracht hat.

veröffentlicht am 25.07.2006 um 00:00 Uhr

Im fraktionsübergreifenden Gespräch hätten die Politiker, wie Krause schilderte, schnell das Ziel der seit 2004 nunmehr dritten Änderung formuliert: Die Bestimmungen des örtlichen Baurechts sollten "bürgerfreundlicher" und den "örtlichen Gegebenheiten angepasst" werden. Unausgesprochener Hintergedanke: den schleppenden Verkauf der Portugall-Grundstücke anzukurbeln. Die Veränderungen beziehen sich lediglich auf zwei Details. Zum einen waren zur Einfriedung der Grundstücke bislang nur Hecken in einer eher geringen Höhe zugelassen. Es war einmal: Das Höhenlimit wurde ebenso gestrichen wie die Vorgabe "Hecke". Nun darf's also auch ein Zaun sein, beispielsweise. Zum anderen enthielt der bislang gültige B-Plan exakte Vorschriften, wo auf dem jeweiligen Grundstück Bäume angepflanzt werden müssen. Ums Pflanzen kommen die Bauherren auch künftig nicht herum. An der Zahl der zu setzenden Bäume hat sich nichts geändert, wohl aber an der Standortfrage. Die Bäume können nun auf dem Grundstück platziert werden, wo es beliebt. Im Gemeinderat herrschte mit Blick auf die angestrebte Veränderung Einigkeit. "Das hat Sinn und Verstand", lautete der Tenor. Der Änderungsbeschluss fiel einstimmig. Weil es sich nach Rücksprache mit dem Landkreis um ein so genanntes vereinfachtes Verfahren handelt, tritt die Änderung automatisch in Kraft, sofern Träger öffentlicher Belange innerhalb der üblichen Frist keine Einwände erheben. Hintergrund: Erst im April hatte der Gemeinderat den B-Plan Nr. 5 geändert - auch damals im Zeichen von mehr gestalterischer Freiheit. Allerdings ging's seinerzeit um die zugelassenen Dachformen. Waren bis dato nur Sattel- und Krüppelwalmdächer zugelassen, ist seither zudem auch die Bauform Walmdach erlaubt. Und: Die ersteÄnderung bereits im Oktober 2004 betraf Garagen. Der Beschluss lautete damals: "Auf nicht überbaubaren Grundstücksteilen entlang der öffentlichen Verkehrsflächen sind Einfriedungen, Garagen und Carports zulässig, wenn zwischen ihnen und der Grundstücksgrenze Straße ein Abstand von mindestens drei Metern eingehalten wird."

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare