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Ausbau wäre mit Zuschuss der Gemeinde möglich / Kommune könnte die Tiefbauarbeiten bezahlen

Mehr DSL: Telekom macht Buchholz ein Angebot

Buchholz (tw). Die Deutsche Telekom hat gestern im Gemeinderat Buchholz ihr Kooperationsangebot für schnelles Internet (DSL) im Dorf vorgestellt. Anlass war eine Einladung von Bürgermeister Hartmut Krause (WiB).

veröffentlicht am 21.05.2008 um 00:00 Uhr

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Aus diesem Anlass stellte Jürgen Schneider-Akkurt, Kommunaler Ansprechpartner bei der Deutschen Telekom für den DSL-Ausbau in Norddeutschland, in einer der Landes-Zeitung vorliegenden Presseerklärung vorab fest, dass der Wunsch nach DSL in ländlichen Gebieten wächst. "Unser Ziel ist es, möglichst vielen Menschen einen Breitbandanschluss anzubieten. Als einziger Anbieter investieren wir nicht nur in die lukrativen Ballungszentren, sondern treiben den Breitband-Ausbau auch in den ländlichen Gebieten voran", so Schneider-Akkurt. E inen gesetzlichen Versorgungsanspruch - wie immer wieder zu hören sei - gäbe es aber nicht, so Schneider-Akkurt. Es sei jedoch zwingend notwendig, dass der DSL-Ausbau rentabel sein müsse. "Wo das nicht der Fall ist, setzt die Deutsche Telekom auf die Zusammenarbeit mit den Kommunen." So könnten zum Beispiel bereits vorhandene Leerrohre oder Kabelkanalanlagen von der Gemeinde zur Verfügung gestellt oder entsprechende Tiefbauarbeiten übernommen werden. Auch könne mit einer Kommune eine bestimmte Mindestkundenzahl oder ein finanzieller Zuschuss vereinbart werden, so Schneider-Akkurt weiter. Im Falle von Buchholz stelle sich die Situation aus Sicht der Deutschen Telekom zurzeit so dar: DieÜberprüfung der Wirtschaftlichkeit im Rahmen einer ersten Grobplanung habe ergeben, dass aufgrund der Kundenzahl ein Ausbau für den Bereich nur mit einem Zuschuss der Gemeinde möglich sei. Aufgrund des vergleichsweise geringen Neukundenpotenzials liege dieser im unteren sechsstelligen Bereich - auch wenn alle noch nicht mit DSL versorgten Kunden einen Anschluss beauftragen würden. Die geringe Neukundenzahl habe zur Folge, dass die Investitionen weitaus höher ausfielen als die zu erwartenden Einnahmen. In diesem Zusammenhang erläuterte Schneider-Akkurt auch die grundsätzlichen Eckpunkte der Strategie der Deutsche Telekom beim DSL-Ausbau im Schaumburger Land: "Die DSL-Versorgung im Landkreis liegt mit 94,4 Prozent im Bundesschnitt. Von den über 70 000 Anschlüssen im Landkreis können rund 5,6 Prozent (3900 Anschlüsse) kein DSL nutzen. 9,1 Prozent (6400 Anschlüsse) erhalten Übertragungsraten von weniger als einem Mbit/s." Mit Rinteln, Rinteln-Deckbergen, Pollhagen, Buchholz, Apelern, Stadthagen und Stadthagen-Wendthagen führe die Deutsche Telekom in diesem Zusammenhang bereits konkrete Gespräche. Mit Vertretern aus Hespe, Nienstädt und Helpsen gab es bereits erste Gespräche, wie eine mögliche DSL-Versorgung gewährleistet werden könne. Berichtüber die gestrige Ratssitzung in Buchholz folgt.

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