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Friedhof Meinsen soll wachsen: Bauausschuss stimmt Auslegen der Planung einstimmig zu

Mehr als 2000 Quadratmeter für neue Gräber

Meinsen (thm). Der Friedhof in Meinsen soll entlang der Straße Zu den Brücken um eine 1800 Quadratmeter große Fläche erweitert werden. Der Bauausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung empfohlen, den Bebauungsplan Nr. 250 entsprechend zu ändern und die Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung einzuleiten.

veröffentlicht am 26.09.2006 um 00:00 Uhr

Rot markiert befinden sich links die Erweiterungsflächen an der

Um den Friedhof erweitern zu können, hat die Stadtverwaltung mit mehreren Grundstückseigentümern verhandelt. Die hätten dazu rückwärtige Flächen ihrer Grundstücke an der Straße Zu den Brücken verkaufen müssen. Haben sie auch, wie Bauamtsleiter Karlheinz Soppe jetzt im Bauausschuss mitteilte. Damit stehen insgesamt 1800 Quadratmeter zur Verfügung, um den Friedhof in nordwestlicher Richtung ausdehnen zu können. Damit ist allerdings auch klar: Der vom Ortsrat an dieser Stelle gehegte Wunsch einer Ausdehnung des Friedhofes um 2000 Quadratmeter wird ein Wunsch bleiben. "Die Eigentümer wollten das nicht", begründete Soppe. Der Bauamtsleiter erläuterte, nach Anfragen bei den zuständigen Behörden sei klar, dass diese Flächen aufgrund ihrer Beschaffenheit für eine Friedhofnutzung geeignet seien. Allerdings müsse die Belegungszeit der Grabstellen mindestens 20 Jahre betragen. Regelungsbedarf besteht auch im Südosten des Friedhofes. Dort grenzt das Areal einer ehemaligen Gärtnerei an den Friedhof. Wie Soppe erläuterte, liegt der Stadt eine Bauvoranfrage vor, wonach auf dem Grundstück eine Bebauung mit drei Wohnhäusern geplant ist. Dieses Vorhaben sehen die Planer in der Verwaltung kritisch, weil sich diese Bauplätze (zu) nahe an der Friedhofskapelle befänden. Ihr Vorschlag zielt daher darauf ab, dort den Bau nur eines Wohnhauses zu erlauben, "um den sensiblen Bereich des Kapellenumfeldes vor Beeinträchtigungen zu schützen", wie die Stadtverwaltung ihren Vorschlag schriftlich begründet. Dieübrige Fläche des Gärtnereigrundstückes solle verwendet werden, um einerseits den Fußweg von der Straße An der Schule her gradlinig zum Friedhof hin zu verlängern (Stichwort: "bessere Erreichbarkeit"), zum anderen, um die Friedhofsfläche auch an dieser Stelle um 250 Quadratmeter zu erweitern. Den Planern ist klar: "Zur Umsetzung ist ein Erwerb der bisher noch privaten Grundstücksflächen erforderlich." Der Ausschuss nahm die Schilderung der Verwaltung ohne jede Diskussion zur Kenntnis und stimmte einstimmig für die Auslegung der Planung.

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