weather-image
25°
Wisentgehege: Hubertusfest lockt die Massen / Infos und Aktionen an 80 Ständen

Mehr als 11 000 Besucher an zwei Tagen

Springe (vob/oe/mari/mf). Auch die 26. Auflage des beliebten Festes erwies sich als Besuchermagnet. Kunst, Handarbeit, Handwerk, Tier- und Umweltschutz – die Besucher konnten sich praktisch unter jedem Baum sattsehen – und auch satt essen. Dafür sorgten zahlreiche Stände mit regionalen Spezialitäten.

veröffentlicht am 02.11.2009 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2009 um 11:30 Uhr

270_008_4194543_spr_wisent.jpg

Horst Labitzke und Jörn Schneider vom Förderverein Wisentgehege mit einem Blasrohr. Damit können Tiere betäubt werden, etwa um sie für einen Transport vorzubereiten.

Zum ersten Mal mit von der Partie war das Tierarzt-Ehepaar Dr. Juliane und Dr. Phillipp Kloene mit ihrem Infostand. Die beiden sind im Wisentgehege stets zur Stelle, wenn Tiere medizinische Hilfe brauchen, für einen Transport vorbereitet werden müssen oder aber sonst die Fähigkeiten eines Veterinärs gefragt sind. Bebilderte Tafeln zeigten die Kloenes in Aktion, etwa bei der Kolik-Behandlung eines Przewalskipferdes oder der Blutabnahme bei einem Karibus.

Auch beim Deutschen Falkenorden tummelten sich viele Schaulustige. Klaus Pöll stellte den Gästen einen imposanten Habicht vor. Nebenan bei der Jägerschaft Springe herrschte ähnlicher Andrang. Hier war ein Frettchen der unbestrittene Star. Eingesetzt wird es bei der Jagd auf Kaninchen.

Klaus Pöll mit einem abgerichteten Habicht.
  • Klaus Pöll mit einem abgerichteten Habicht.
Die Jagdhornbläserschaft Calenberg beim „Sau tot“.
  • Die Jagdhornbläserschaft Calenberg beim „Sau tot“.

Märchenhaft ging es bei Christine Geib zu: Am Spinnrad fertigte sie vor den Augen der Zuschauer ihre „Dornröschen-Wolle“ – in bunten farben. Für Geib war es das zweite Hubertusfest.

Mit dem Nabu konnte sie da nicht mithalten. Dessen Mitglieder sind von Beginn an dabei gewesen, also seit 26 Jahren. Auch in diesem Jahr hatten sie am Muffelgehege ein abwechslungsreiches Programm mit Naturschutzinfos, Rätselecke und Kinderschminken zusammengestellt. Die Freunden des Wisentgeheges warteten ebenfalls mit reichlich Fachwissen auf: Pilzexperten informierten über Champignon, Pfifferling und Co.

Bei so viel frischer Luft machte sich unter den Gästen schnell Hunger breit. Der konnte an beinah jeder Ecke gestillt werden – mit Wildbratwurst, Fisch, Reibekuchen, Crêpes, gebrannten Mandeln und vielem mehr. Wer dann auch noch Lust auf Bewegung bekam, konnte auf einem Trampolin Bungee springen oder unter fachlicher Anleitung des SC Bison Calenberg mit dem Bogen schießen. Zielwasser war auch beim Blasrohrschießen gefragt. Thomas Hennig machte vor, wie es geht.

Der Chef des Wisentgeheges war mit dem Verlauf des Festes und mit der Resonanz hochzufrieden.

„Alles ist rundum gelungen, es gab keine Zwischenfälle“, bilanzierte er. Erfreulich sei vor allem, dass in diesem Jahr das Stromnetz standgehalten habe. „Es hat sich offenbar gelohnt, dass wir ordentlich in die Technik investiert haben“, so Hennig.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare