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Lebensgefährliche Aktion ruft Bad Nenndorfer Polizei auf den Plan

Medikamente einfach abgestellt

Bad Nenndorf (rwe). Eine illegal entsorgte Kiste voller Medikamente hat am Mittwoch die Polizei auf den Plan gerufen. Entdeckt hatte sie der Bad Nenndorfer Jürgen Uebel gegen 17 Uhr vor der verschlossenen Tür seiner Kurapotheke. "Das war eher ein Zufall, dass ich in der Stadt unterwegs war." Denn sein Geschäft war zu dieser Zeit zu.

veröffentlicht am 14.11.2008 um 00:00 Uhr

Hauptkommissar Ulrich Adena und Apotheker Jürgen Uebel mit der g

Dennoch stellte der oder die Unbekannte die große Hausapotheke mit nahezu 100 Packungen einfach ab und verschwand. "Das war nicht nur gedankenlos, sondern lebensgefährlich", sagt der Apotheker und greift in das Sammelsurium an kleinen und großen Schachteln. Tabletten gegen Bluthochdruck und Blutzucker, Spritzbesteck oder Fläschchen mit Insulin stapelten sich dort, die meisten davon waren noch für Jahre haltbar. Uebel mag sich nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn neugierige Kinder die Packungen in die Finger bekommen hätten. Viele der Pillen oder Dragees hätten einen süßen Überzug, damit sie schmecken. "Wer davon vier oder fünf lutscht, der erlebt den morgigen Tag nicht mehr", mahnt Uebel. Deshalb sei es auch nötig, ungenutzte Arzneien in der Apotheke abzugeben. "Wir nehmen die an, auch wenn sie nicht bei uns gekauft wurden und auch tütenweise." Denn selbst in der Mülltonne hätten Medikamente nichts verloren. "Wer weiß, wer da drin herumwühlt." "Wir werden jedenfalls ermitteln", sagt Hauptkommissar Ulrich Adena, auch wenn nicht klar sei, ob es sich um eine Straftat oder eine Ordnungswidrigkeit handelt. Er empfiehlt, dass sich der ehemalige Besitzer der Medikamentenkiste bei der Polizei melden sollte.



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