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Medea gibt nach 40 Jahren auf

Stadthagen (ssr). Wenn ein Geschäft in bester Lage schließt, erregt das in besonderer Weise öffentliche Aufmerksamkeit. "Räumungsverkauf wegen Aufgabe der Filiale" - ein solches Schild hängt derzeit am Schaufenster des Bekleidungsladens "Medea".

veröffentlicht am 16.02.2008 um 00:00 Uhr

Deutliche Worte fand Inhaberin Medea Tiefensee auf Anfrage bei der Angabe der Gründe für den Schlussstrich. "Wenn man in einer solchen 1a-Lage eine derart geringe Kundenfrequenz hat, muss man irgendwann Konsequenzen ziehen." Denn am "Medea"-Sortiment könne es nicht liegen, fügte Tiefensee hinzu. Mit einer identischen Angebotspalette - hauptsächlich hochqualitative Trendware im mittleren und gehobenen Preissegment - mache sie in ihren Filialen in Rinteln und Bückeburg sehr gute Umsätze. Woran das liege? "Die Stadthäger Innenstadt ist oft wie leergefegt, da gibt es vielfach überhaupt keine Laufkundschaft", antwortet Tiefensee: "Außer zu Marktzeiten kann man oft den Eindruck haben, da hat eine große Zunge die ganze Fußgängerzone leergeleckt." Das sei in Rinteln und Bückeburg ganz anders: "Da ist was los, da sind die Städte viel öfter voll - nicht zuletzt mit Hilfe guter Veranstaltungen." Und weiter: "Daraus kann ich nur schließen: in Stadthagen muss für eine Belebung der Altstadt noch ganz viel passieren." Mit "medea" verlässt Stadthagen durchaus eine Art Traditionsgeschäft. Der Anfang in der Krummen Straße liegt rund 40 Jahre zurück, seit zwei Jahrzehnten liegt der Bekleidungsladen direkt am Markt. Als Nachfolge ist ein Bekleidungsgeschäft avisiert.



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