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Eltern und Lokalpolitiker fordern Verkehrsverengung und Zebrastreifen an der Bushaltestelle Dankerser Straße

Mautpreller gefährden die Schulkinder in Cammer

Cammer (aj). Bis zu 50 Autos und 25 Lkw passieren seit mehreren Wochen in der Viertelstunde die Bushaltestelle Cammer, von der die Kinder mit dem Bus zum Kindergarten nach Wietersheim oder in die Schulen nach Lade und Frille sowie wieder zurück fahren. Um Unfällen der Kinder vorzubeugen, haben sich Eltern und Lokalpolitiker an der Bushaltestelle Dankerser Straße zu einer Ortsbegehung getroffen.

veröffentlicht am 06.04.2006 um 00:00 Uhr

An der Bushaltestelle in Cammer machen sich Eltern, Kinder und L

"Ursachen für den starken Verkehrsanstieg in Cammer sind Lkw-Fahrer, die die Mautstellen in und aus Richtung A2 umfahren, zwischen Bückeburg und dem Industriegebiet Minden pendeln, sowie der Umleitungsverkehr von der gesperrten Auebrücke an der Päpinghauser Straße", schätzt Ortsratsmitglied Martina Hücker die Lage ein. Neben den Schulkinder seien beim Überqueren der Dankerser Straße aber auch alte Menschen gefährdet, die beispielsweise ihre Bankgeschäfte erledigen wollen, meint SPD-Ortsvereinsvorsitzender Herbert Backemeier. "Morgens ist der Verkehr besonders schlimm", sagt Mutter Melanie Wieggrebe. Und fügt hinzu: "Die ,Gelbe Füße-Aktion' von vor zwei Jahren, die den optimalen Schulweg markieren sollte, reicht da nicht mehr aus." Zum einen sind die mit gelber Farbe auf die Straße gemalten Füße so gut wie nicht mehr zu sehen, und auch Art und Umfang des Verkehrs haben sich zu Ungunsten der Kinder stark verändert. "Man denkt jeden Morgen wieder, heute könnte eines der 60 Kinder angefahren werden, die die Bushaltestellen zwei Mal am Tag benutzen", sagt die zweifache Mutter Ulrike Diekmann. Und eine andere Mutter wirft ein: "Sie sehen ja selbst, 50 Stundenkilometer sind hier eher Minimalgeschwindigkeit, seit inCammer der Durchgangsverkehr so stark zugenommen hat." Stadtratsmitglied Uwe Senne will deshalb das Problem unbedingt auf die Tagesordnung der nächsten Bauausschusssitzung setzen lassen. Die Lösung des Problems, die ihm dabei vorschwebt, könnte so aussehen, wie sie vor dem Penny-Markt in Lahde zu besichtigen ist. Dort sorgen blauweiße Poller im Umfeld des Zebrastreifens für eine künstliche Verkehrsverengung und reduzieren so automatisch auch die Geschwindigkeit der Fahrzeuge am Zebrastreifen. "Mit 4000 bis 5000 Euro Materialkosten müsste die Maßnahme auch im erschwinglichen Rahmen sein", sagt Uwe Senne.

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