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Gemeinde will eine artgerechte Lösung des Problems finden

Maulwürfe graben Friedhof um

Rehren (la). Auf dem Friedhof haben sich ungebetene Gäste niedergelassen - Maulwürfe treiben ihr Unwesen. Riesige Erdhügel türmen sich auf den Freiflächen und zwischen den Gräbern auf.

veröffentlicht am 05.02.2008 um 00:00 Uhr

Blind, aber fix: Maulwürfe schaffen beim Graben, je nach Bodenbe

"Das siehtüberhaupt nicht schön aus und außerdem werden die Gräber beschädigt", klagt eine Anwohnerin. Ein Anruf bei der Gemeinde brachte sie nicht weiter. "Maulwürfe stehen unter Naturschutz, da kann man nichts machen", sagte ihr Bauamtsleiter Friedhelm Liewack. Inzwischen haben sich die Maulwürfe weiter ausgebreitet. Friedhofsbesucher, die über die Wiese laufen, haben das Gefühl, dass der Boden unter ihren Füßen nachgibt - und sie täuschen sich nicht. Die Maulwürfe, die ihre Gänge und Nestkammern nur zehn bis 20 Zentimeter unter der Erdoberfläche graben, unterhöhlen den Bereich regelrecht. Dabei sind die kleinen Insektenfresser sehr schnell. Ihr Grabetempo kann bis zu sieben Meter pro Stunde betragen. Die Gänge durchläuft der Maulwurf mit einer Geschwindigkeit von bis zu 67 Meter pro Minute (vier Kilometer pro Stunde). Wie viele unterirdisch lebende Säugetiere haben europäische Maulwürfe keinen ausgeprägten Tag-Nacht-Rhythmus. Die Aktivität ist in drei Wach- und Schlafphasen aufgeteilt, die Wachphasen sind meist vormittags, nachmittags und gegen Mitternacht mit einer Dauer von vier bis fünf Stunden. Während dieser Phasen durchstreifen sie ihre Gänge auf der Suche nach Essbarem. Sie halten keinen Winterschlaf, sondern sind auch während der kälteren Jahreszeit aktiv. Nun hat Bürgermeister Thomas Priemer versprochen, dass sich die Bauhofmitarbeiter um die ungebetenen Gäste kümmern werden. "Wir werden eine artgerechte Lösung des Problems finden." In Deutschland verbietet das Bundesnaturschutzgesetz das Töten der Tiere. Einzig die Vergrämung mit ökologischen Mitteln, wie etwa bestimmten Geruchsstoffen, ist erlaubt.

Auf dem Rehrener Friedhof sieht es nicht anders aus als auf unge
  • Auf dem Rehrener Friedhof sieht es nicht anders aus als auf ungezählten Wiesen und Bolzplätzen der Region: Maulwurfshügel sorgen für eine ganz eigene Optik, die kaum jemand leiden mag. Foto: la


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