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Stellvertreter wird Thomas Feldmann / 58-mal musste die Ortswehr ausrücken

Matthias Hüsing soll die Feuerwehr Kirchohsen leiten

KIRCHOHSEN. Die Weichen gestellt für eine wieder vollzählige Führungsspitze hat jetzt die Schwerpunktfeuerwehr Kirchohsen, denn die Einsatzabteilung sprach sich mit deutlicher Mehrheit dafür aus, Matthias Hüsing zum neuen Ortsbrandmeister und Thomas Feldmann zu seinem Stellvertreter zu benennen.

veröffentlicht am 07.03.2017 um 15:42 Uhr

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Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurde deutlich, was die größte Ortsfeuerwehr in der Gemeinde Emmerthal alles leistet.

Die Wahlen zur Führung der Ortswehr waren ja erforderlich geworden, weil nach kurzer, schwerer Krankheit Mitte Januar der amtierende Ortsbrandmeister Thomas Jordan plötzlich verstorben war. Eine traurige Tatsache, die auch der Versammlung noch anzumerken war. Bei den von Gemeindebrandmeister Karl-Heinz Brockmann geleiteten Wahlen war der Oberbrandmeister Matthias Hüsing und bisherige Stellvertreter der einzige Kandidat für das Amt des Ortsbrandmeisters. Das Votum fiel dann bei 30 Ja-Stimmen, zweimal Nein und zwei Enthaltungen eindeutig aus. Da somit auch ein neuer Stellvertreter bestimmt werden musste, wurde Brandmeister Thomas Feldmann vorgeschlagen. Er konnte 23 Ja-Stimmen, neun Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen auf sich vereinigen. Beide werden endgültig in ihre Ämter gewählt durch den Gemeinderat Emmerthal, vermutlich in der nächsten Sitzung am Dienstag, 4. April.

Zuvor hatte Matthias Hüsing Bilanz gezogen für das Jahr 2016. Er konnte dabei auf 49 aktive Mitglieder in der Einsatzabteilung verweisen. „In diesem Jahr werden wohl noch sechs Mitglieder aus der Jugendwehr dazustoßen, sodass wir gut aufgestellt sind“, erklärte er. Insgesamt 58 Einsätze mussten im vergangenen Jahr bewältigt werden, darunter 16 Brände, 28 technische Hilfeleistungen und ein Gefahrguteinsatz. Hüsing führte kuriose Einsätze auf, wie jemand, der in Kleidung durch die Weser schwamm, aber auch zweimal die Suche nach vermissten Personen, ein Streufahrzeug, das im Graben landete, Bäume, die auf Bahngleise gefallen waren oder ein Gefahrguteinsatz am Bauhof Emmerthal. „Aber auch in der Nachbargemeinde Aerzen waren wir tätig, etwa bei einem Dachstuhlbrand in Gellersen oder einem Wandbrand bei Multhöpen.“ 25 der Kirchohsener Brandschützer besetzen zudem mit weiteren zehn Aktiven aus anderen Wehren den Gefahrgutzug der Kreisfeuerwehr, der hier an der Feuerwehrtechnischen Zentrale stationiert ist. Dort kamen nochmal 14 Einätze dazu, wobei elfmal Sonderfahrzeuge besetzt werden mussten.

Genau Buch geführt wird in der Schwerpunktwehr, was die Atemschutzgeräteträger so leisten. Adrian Rohde als Atemschutzbeauftragter konnte hier für die 22 Mitglieder auf 72 Stunden und 16 Minuten unter Gerät verweisen. Er zeichnete Robin Melde für die höchste Einsatz- und Übungszeit mit 530 Minuten aus.

Doch die Feuerwehr Kirchohsen leistet noch mehr, wobei Matthias Hüsing Stichworte wie Freipass, Silvesterlauf, Laternenumzüge, Dorffest oder Weihnachtsmarkt aufzählte. Kein Wunder, dass Emmerthals Bürgermeister Andreas Grossmann die Ortswehr dafür lobte, dass sie mehr leistet als Brandschutz und technische Hilfeleistung.

Patrick Schwedt blickte auf das Geschehen der Kinderfeuerwehr zurück. 17 Mitglieder zählen die „Löschknirpse“, bei deren 45 Treffen das Jahr über die Brandschutzerziehung, Erste Hilfe, Spielen und Basteln, Karneval oder eine Weihnachtsfeier anstanden. Als Höhepunkt bezeichnete der Kinderfeuerwehrwart die Teilnahme an einem Zeltlager, das erstmalig in Bad Pyrmont durchgeführt wurde.

Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke verlieh das Abzeichen des Landesfeuerwehrverbandes für 40 Jahre Mitgliedschaft an Helmut Rohde und für 50 Jahre an Günter Kriszan. Verliehen wurde auch das Feuerwehr-Ehrenzeichens am Bande des Landes Niedersachsen an den Hauptlöschmeister Patrik Schwedt. Gemeindebrandmeister Brockmann konnte schließlich noch Fabian Schwedt zum Ersten Hauptfeuerwehrmann befördern.



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