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ETI setzt sich gegen Mitbewerber durch / Arbeitsbeginn vermutlich im September / Horst Rinne will sich raushalten

Masterplan: Top-Institut aus Trier erhält den Zuschlag

Bad Eilsen/Trier (tw). Jetzt geht's ums Ganze: Das "Europäische Tourismus Institut" (ETI) an der Universität Trier hat vom Verwaltungsausschuss (VA) den Auftrag erhalten, das Erstellen des Masterplans für den Kurort federführend zu koordinieren. Ein erstes Vorgespräch der zehn Bad Eilser, welche in Kürze entscheidende Denkanstöße für die Zukunftdes Kurorts bis zum Jahre 2013 geben werden, findet bereits am Donnerstag, 7. August, um 16 Uhr im Haus des Gastes statt.

veröffentlicht am 02.08.2008 um 00:00 Uhr

ETI - das Logo des Trierer Instituts ist seit 1991 ein Markenzei

Entsprechende Informationen der Landes-Zeitung bestätigt Horst Rinne auf Anfrage. "Ja", so der Bürgermeister, "der VA hat sich einstimmig für ETI ausgesprochen." Wie auch "ProjektM" (Berlin), "dwif"-Consulting GmbH (München) und "BTE" Tourismusmanagement (Hannover), hatte sich das Europäische Tourismus-Institut den Bad Eilser Politikern zuvor im Rahmen einer Leistungsschau präsentiert. "Dass der Zuschlag an das ETI ging, liegt daran, dass sich die Trierer bereits bei den Kurortvergleichsanalysen 2003 und 2007 intensiv mit Bad Eilsen beschäftigt haben", berichtet Rinne. Lob für die Entscheidung pro ETI gibt's von Bernd Schönemann. Der Samtgemeindebürgermeister: "Eine sehr gute Wahl - zumal auch das Niedersächsische Wirtschaftsministerium eine Zusammenarbeit mit dem Trierer Institut empfiehlt." Rinne: "Die erste echte Sitzung der Arbeitsgruppe Masterplan wird voraussichtlich im September stattfinden." Bis dahin habe der Landkreis Schaumburg den VA-Beschluss rechtlich geprüft und - ganz wichtig - auch die für die Vergabe der EU-Fördermittel zuständige Landesbehörde in Hannover ihr Placet gegeben; bei Letzterer handelt es sich um die GLL, für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften zuständig. Zwar ist das besagte Placet der Behörde dem Bürgermeister zufolge "nur eine Formsache" - aber ehe Hannover nicht Grünes Licht gibt, darf in Bad Eilsen nicht beraten werden. Obwohl Rinne kraft Amtes einen Sitz in der Arbeitsgruppe Masterplan zugesprochen bekommen hat, will er bei den Beratungen des Gremiums nicht persönlich mitwirken, wie er gegenüber der Redaktion versichert: "Ich möchte keinen Anlass für Spekulationen geben." Im politischen Raum werden seine Vorstellungen ohnehin durch Thomas Schütte vertreten, der für die Gruppe Schütte/Rinne in der Arbeitsgruppe sitzt. Die SPD wird durch Christel Bergmann, die CDU durch Dagmar Söhlke vertreten. Im Masterplan, der spätestens im Frühjahr 2009, aber besser noch Ende 2008 fertig vorliegen soll, werden die spezifischen Probleme Bad Eilsens zum Thema gemacht. Auf der Grundlage einer kritischen Bestandsanalyse will das ETI gemeinsam mit der zehnköpfigen Bad Eilser Arbeitsgruppe Ziele und Wege entwickeln, die dazuführen sollen, dass der Kurort mittelfristig wettbewerbsfähiger wird. Die Dienstleistung "Masterplan" kostet brutto 40 460 Euro; Davon übernimmt die EU 17 000 Euro und damit 50 Prozent der Nettokosten (34 000 Euro), der Landkreis Schaumburg 11 730 Euro und Bad Eilsen selbst ebenfalls 11 730 Euro.

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