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Diskussion um Privatisierung der Kreiskrankenhäuser: WGS-Fraktionschef fordert Erhalt des Standortes Rinteln

"Massive Auswirkungen auf Leben und Gesundheit"

Rinteln (crs). Der erste Antrag aus der Ratspolitik im Neuen Jahr kommt von der WGS: Vor dem Hintergrund der Diskussion um eine mögliche (Teil-)Privatisierung der Kreiskrankenhäuser und einen zentralen Klinikneubau (wir berichteten) fordert WGS-Fraktionsvorsitzender Gert Armin Neuhäuser, den Erhalt des Kreiskrankenhauses Rinteln zum Thema der nächsten Ratssitzung zu machen.

veröffentlicht am 02.01.2008 um 00:00 Uhr

Konkret beantragt die WGS zum einen, den Standort des Kreiskrankenhauses Rinteln zu erhalten. Für den Fall, dass diese Forderung nicht zu realisieren ist, will die WGS im zweiten Teil des Antrags einen zentralen Klinikneubau "keinesfalls in Stadthagen und damit an der für Rinteln geographisch ungünstigsten Stelle im Landkreis" angesiedelt sehen. Zwar sei für die WGS verständlich, dass der Landkreis Einsparpotenziale ausschöpfen wolle, schreibt Neuhäuser in einer Pressemeldung: "Dies darf aber nicht auf Kosten der für die Menschen wichtigen Qualität des Gesundheitssystems gehen", befürchtet er bei einer Privatisierung des Krankenhauses "Standardabsenkungen der medizinischen Versorgung". Darüber hinaus sei bei einer Neubau-Entscheidung die besondere Topographie Rintelns sowie die Lage der Stadt im Landkreis zu berücksichtigen. Die Einwohner etlicher kleinerer Rintelner Ortschaften hätten schon jetzt einen langen Rettungsweg zum Kreiskrankenhaus: "Sollten sich die Rettungswege durcheinen zentralen Klinikneubau, der außerhalb des Stadtgebietes Rintelns errichtet wird, weiter verlängern, so kann dies massive Auswirkungen auf Leben und Gesundheit der Rintelner Einwohner haben."

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