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Klingelnde Kassen, volle Tüten: Tausende zieht es zum Einkaufsbummel in die Rattenfängerstadt

Massenansturm auf Hameln und die Geschäfte

Hameln (kar). Der helle Wahnsinn: Was gestern in Hameln los war, erinnerte an den „Tag der Niedersachsen“, als zig Tausende die Rattenfängerstadt stürmten und sich Menschenmassen durch die Straßen schoben. Auch am verkaufsoffenen Sonntag ging nachmittags in der City fast nichts mehr. Bei den Parkhäusern hieß es ganz schnell „besetzt“, das Parkdeck der Stadt-Galerie war schon um 13 Uhr dicht, der Rathausplatz überfüllt. Wer Pech hatte, riskierte ein „Knöllchen“: Denn wieder einmal ließ die Stadt Parksünder aufschreiben, vermieste so nicht wenigen Besuchern den Aufenthalt in der Rattenfängerstadt.

veröffentlicht am 27.12.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

 

Hameln (kar). Der helle Wahnsinn: Was gestern in Hameln los war, erinnerte an den „Tag der Niedersachsen“, als zig Tausende die Rattenfängerstadt stürmten und sich Menschenmassen durch die Straßen schoben. Auch am verkaufsoffenen Sonntag ging nachmittags in der City fast nichts mehr. Bei den Parkhäusern hieß es ganz schnell „besetzt“, das Parkdeck der Stadt-Galerie war schon um 13 Uhr dicht, der Rathausplatz überfüllt. Wer Pech hatte, riskierte ein „Knöllchen“: Denn wieder einmal ließ die Stadt Parksünder aufschreiben, vermieste so nicht wenigen Besuchern den Aufenthalt in der Rattenfängerstadt.

So viele wie selten zuvor waren an diesem Sonntag mit dem Auto angereist: „Die Mehrheit kam von außerhalb“, stellt Einzelhandelssprecher Holger Wellner fest: „Es gab extrem viele Auswärtige.“ Aus Höxter, Holzminden, Hannover und Minden, vor allem aber aus dem Lipper Raum kamen die Gäste. Und sie kamen nicht nur zum Schauen, sondern auch um zu kaufen. Und reisten zum Teil mit Kind und Kegel an. Familienausflug plus Shopping – davon profitierte der Handel, die Gastronomie, und nicht zuletzt auch das kleine Kinderkarussell auf dem Pferdemarkt, das nach dem Weihnachtsmarkt stehen geblieben war. Es drehte sich so munter und war bei den Kleinen so heiß begehrt wie an so manchem Tag zur Adventszeit nicht.

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In Hameln ist der Bär los: Der NDR dreht bei Wellner und in der Stadt-Galerie, berichtet im Abendmagazin aktuell aus der Rattenfängerstadt.

Klingelnde Kassen, volle Tüten – die Rechnung der Hamelner Kaufmannschaft ist aufgegangen. Da es an diesem verkaufsoffenen Sonntag nach Weihnachten viele Auswärtige zum Einkaufsbummel nach Hameln zog, freut sich der heimische Handel über ein gutes Zusatzgeschäft: „Die Kunden wären sonst in andere Städte gefahren, wo die Läden geöffnet haben“, ist Holger Wellner sicher. Er weiß, dass unter anderem in Höxter und Peine die Geschäfte gestern geöffnet hatten. Für den Umsatz durch Auswärtige spricht auch, dass zwar der für die gesamte Stadt-Galerie geltende Center-Gutschein gestern gern eingelöst wurde, Gutscheine für spezielle Hamelner Geschäfte aber erst vereinzelt zum Einsatz kamen. Und dass auch nur wenig umgetauscht wurde. „Die Frequenz war bombig und es wurde auch sehr gut gekauft“, bringt es Center-Managerin Kirsten Jackenkroll auf den Punkt. Wie auch Holger Wellner stellt sie für den verkaufsoffenen Sonntag in Hameln fest: „Es war die richtige Entscheidung.“ Denn letztlich, argumentiert Wellner, diene so ein umsatzstarker Tag auch der Sicherung von Arbeitsplätzen. Und: „Fast überall werden für diese Sonntagsarbeit Zeitzuschläge gezahlt“, so der Einzelhandelssprecher.

Für den heimischen Handel ist der gestrige Tag das Sahnehäubchen eines Weihnachtsgeschäftes, das „alles in allem gut und besser, als erwartet gelaufen ist“, bilanziert Wellner. Es sei „definitiv nicht gespart“, aber „sehr bewusst und gezielt“ gekauft worden, die Kunden hätten auf „Qualität und Marken“ geachtet. Während die Adventssamstage alle „auf einem ähnlichen Niveau“ waren, so Wellner, habe es an den letzten drei Tagen vor Heiligabend regelrecht gebrummt. Auch in Hameln war das Weihnachtsgeschäft branchenabhängig: „Gut gelaufen sind Parfümerie-Artikel, Spielwaren, Unterhaltungselektronik und Artikel aus dem Wellness-Bereich“, sagt Wellner: „Gern gekauft wurde alles, was zum Wohlgefühl beiträgt.“ Für Taschen, Schuhe und Bekleidung habe das Geschäft in diesem Jahr allerdings erst später eingesetzt.



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