weather-image
Stuntshow fasziniert 150 Zuschauer auf dem Festplatz / Monster-Trucks verwandeln Pkw zu Schrott

Marvin Traber schafft locker sieben Autos

Stadthagen (sk). Nervenkitzel live statt vor dem Fernseher haben sich am Sonnabend 150 Zuschauer auf dem Festplatz geholt. Marvin (26), Damian (19) und Nicolas (12) Traber sowie Vater Willi Von der Garten (52) - in Heinzberg bei Aachen ist die Familie ansässig - zeigten eine waghalsige Auto- und Motorradstuntshow.

veröffentlicht am 31.07.2006 um 00:00 Uhr

Halsbrecherisch: Marvin Traber fliegtüber die Distanz von sieben

Mit Tempo geradeaus, dann die Handbremse ziehen und gegenlenken: Schon steht man in entgegengesetzter Fahrtrichtung. "Die klassischeÜbung für die Einbahnstraße" gab es als Einstieg in die Show. Für Andrea Jungbluth aus Ottensen galt dies wörtlich. Die 38-Jährige meldete sich als einzige Zuschauerin als der Moderator eine Mitfahrgelegenheit für die Schleuderübung anbot. Noch einmal ging es - nun mit "Stuntfrau" Andrea anBord - vor der Zuschauermeile hin und zurück samt 360 Grad-Dreher an den Endpunkten. "Das war cool", rief Jungbluth Freunden und Familie zu als sie unter Applaus zu ihrem Platz zurückeilte. Ganz so heikel allerdings fand die 38-Jährige ihren Einsatz nicht. Ihr Vater besitzt eine Fahrschule, und Andrea fährt liebend gern Motorrad. Zu Hause steht die "Harley". Mit einem solch behäbigen Marken-Schwergewicht hätte Nicolas Traber, der Jüngste der Show-Truppe, seinen großen Auftritt nicht absolvieren können. Eine Geländemaschine trug den 12-Jährigen, der außerhalb des eingezäunten Parcours - Helferinnen hielten die Plane hoch - Anlauf nahm, über drei nebeneinandergestellte Autos. Bruder Marvin (26) "schaffte" sieben. Dafür bewies Nicolas Nerven. Für einen Autostunt, der jedem James-Bond-Film zur Ehre gereicht hätte, legte sich der 12-Jährige bäuchlings und mit Helm versehen auf die Motorhaube eines Schrottautos, den Kopf gleich einer Galionsfigur in Fahrtrichtung. Mit den Füßen hakte sich Nicolas hinter die Karosse, dort, wo das Auto einst eine Windschutzscheibe besaß. Und dann gab der Bruder Gas. Stark beschleunigt, hielt das Auto samt menschlicher Auflage auf eine brennende Bretterwand zu - und durchschlug das Hindernis. Wie man ein Auto auf zwei Rädern in Fahrt in der Balance hält, zeigt Damian Faber. Den gleichen Übungsansatz über eine Rampe wählte Vater Willi - jedoch nicht, um das Gleichgewicht zu halten, im Gegenteil. Willi von der Garten ließ seinen Wagen mehrmals überschlagen und blieb auf der Seite liegen. Dem Fahrer war nichts passiert - alle Stunts erfolgten mit Helm und angeschnallt. Das Auto wurde mit vereinten brüderlichen Kräften wieder auf die vier Räder gekippt. Die Stunts belohnten die Zuschauer mit anerkennendem Applaus, die Kinder warteten jedoch auf den Schluss der Show, auf den Einsatz von zwei so genannten Monster-Trucks, Pkw-Karossen auf stählernem Fahrwerk, bestückt mit Mähdrescherreifen. Die vier und fünf Tonnen schweren Gefährte fuhren unter mächtigem Motorröhren über zwei Schrottautos, die ihre Statik unter dem Gewich der "Monster" einbüßten.

0000421673-12-gross.jpg

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare