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Neuer Geschäftsstellenleiter der IHK in Stadthagen stellt sich vor

Martin Wrede: "Ich will vor Ort, dicht bei den Unternehmen sein"

Landkreis (wer). Ein "ambitioniertes Besuchsprogramm" hat sich Martin Wrede (39) auferlegt: Der Diplom-Volkswirt stellt sich heimischen Unternehmern und Bürgermeistern als neuer Geschäftsstellenleiter der IHK vor.

veröffentlicht am 12.11.2008 um 00:00 Uhr

Martin Wrede. Foto: mm

Wrede hat die Geschäftsstelle in Stadthagen am 1. November offiziell von Reinhard Winter übernommen und inzwischen auch seinen Wohnsitz in die Kreisstadt verlegt. Nach über zehn Jahren "Stabsarbeit" bei der IHK Hannover sucht er jetzt die regionale Verwurzelung: "Ich will vor Ort, dicht bei den Unternehmen sein." Wrede, gebürtig aus Goslar, kam 1996 zur IHK Hannover und stieg zunächst in die Geschäftsführung der IHK-Vereinigung auf, die den öffentlichen Gleichklang der niedersächsischen IHKs organisieren soll. "Das hat eine gewisse Stress-Resistenz bei mir ausgebildet", erinnert sich Wrede. Anschließend wechselte er in die Volkswirtschafts- und Öffentlichkeitsarbeit, war zuständig für den Konjunkturbericht und wurde für mehrere Jahre Pressesprecher der IHK Hannover. Die Erfahrungen, die er seitüber zehn Jahren in Hannover gesammelt hat, will er sich jetzt als Ansprechpartner für die Unternehmen in Schaumburg zunutze machen. Der Draht zur IHK-Zentrale soll kurz gehalten werden. Befragt nach seinem Selbstverständnis, kommt Wrede immer wieder auf den Begriff "Kooperation" zurück. Er sucht die Vernetzung nicht nur mit heimischen Industrie- und Handelsunternehmen, der eigenen Klientel, sondern auch mit dem Handwerk, dem Landkreis und den Gemeinden. Und mit den Nachbarn im Westen, der IHK Minden: "Es sindverzahnte Wirtschaftsräume, für ausländische Investoren spielt die Landesgrenze überhaupt keine Rolle", will Wrede schnell Kontakte in Nordrhein-Westfalen knüpfen. Seine Ziele im neuen Amt? "Die Werbung für Ausbildung steht ganz oben." Dem Fachkräftemangel könnten Unternehmen am ehesten begegnen, wenn sie selbst Fachkräfte ausbilden und an sich binden. Auch die Förderung von Existenzgründungen und eine Internet-Offensive zur Verringerung von Laden-Leerständen schreibt sich Wrede auf die Fahnen.

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