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Kreisverwaltung erwägt Verlegung der Ausbildung "Fluggerätemechaniker und -elektroniker" nach Bückeburg

Marienschule soll Außenstelle der Berufsschule werden

Bückeburg (rc). Die Marienschule soll künftig als Außenstelle der Berufsbildenden Schulen (BBS) des Landkreises genutzt werden. Das teilte der Pressesprecher des Landkreises Schaumburg, Klaus Heimann, auf Anfrage unserer Zeitung mit. Derzeit würden in der Kreisverwaltung entsprechende Pläne geschmiedet. Sie müssten anschließend den politischen Gremien des Kreistages zur Diskussion und Entscheidung vorgelegt werden. "Bisher war noch keiner mit diesen Plänen befasst."

veröffentlicht am 04.05.2007 um 00:00 Uhr

Nach den Plänen der Verwaltung soll die Marienschule eine Außens

Wie berichtet wird nach einem Beschluss des Kreistages die Sonderpädagogische Förderung im Landkreis neu strukturiert. Demnach wird die Bückeburger Marienschule zum Schuljahr 2007 / 2008 aufgelöst. Die Kinder des Schwerpunktes "Lernen" sollen in die Albert-Schweitzer-Schule in Obernkirchen integriert werden. Für die Schüler der Sprachheil-Lerngruppen ist eine Anbindung an die Grundschule am Harrl vorgesehen. Die Vorbereitungen dafür sind bereits im vollen Gange. Hintergrund der Umstrukturierung ist ein Erlass aus dem Kultusministerium, der eine zunehmende Integration lernschwacher Kinder in Regelschulen vorsieht. Für Bückeburg als Standort für die Förderschule mit dem Schwerpunkt "Sprache" spricht unter anderem, dass dieser Schwerpunkt in der ehemaligen Residenzstadt gut etabliert ist und vor Ort Kooperationen, insbesondere mit dem heilpädagogischen Kindergarten "Haus des Kindes", existieren. Die Schließung der Marienschule hatte bei Eltern für Aufregung gesorgt. Eine Sitzung des Kreisausschusses war Ende Januar von einer Kundgebung - "Sparen auf Kosten unserer Kinder? Nein Danke!" - begleitet worden. Wie Heimann zu den Nachnutzungsplänen der kreiseigenen Marienschule mitteilte, gibt es derzeit an der BBS in Rinteln Platzprobleme, so dass eigentlich ein Anbau notwendig wäre. Nun ist daran gedacht, in Bückeburg eine Außenstelle für die Ausbildung der Fluggerätemechaniker und -elektroniker einzurichten. Sie werden in der Lehrwerkstatt der Heeresfliegerwaffenschule auf dem Flugplatz in Achum ausgebildet. Neben der räumlichen Nähe zu Achum, gebe es einen zweiten Standortvorteil, wie Heimann weiter ausführte. Denn bereits jetzt werden in guter und enger Zusammenarbeit mit dem Hubschraubermuseum Teile des praktischen und theoretischen Unterrichts im Museum durchgeführt. Das Museum aber liegt gerade einmal zwei Minuten zu Fuß vom jetzt ins Auge gefassten Standort Marienschule entfernt. Heimann: "Es wäre eine schöne Entwicklung, sollte die Politik den Plänen der Verwaltung zustimmen." Zumal auch die Investitionen für einen Anbau in Rinteln nicht mehr aufgebracht werden müssten.



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