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Gäste beim Apelerner Gemeindefest wandern durch das Kirchenjahr

Mandala aus Muscheln und Nüssen

Apelern (nah). Luthers Thesen an der Kirchentür, Taufe und Hochzeit vor dem Altar, Buße und Besinnung in der nur durch Kerzen erleuchteten Sakristei. Beim Gemeindefest der evangelischen Kirchengemeinde in Apelern konnten die Besucher buchstäblich durch das Kirchenjahr wandern: Neun Stationen von Advent bis Totensonntag waren im Gotteshaus aufgebaut. Das Kontrastprogramm fand draußen unter hohen Bäumen statt - mit vielen Kinderspielen und fröhlicher Einkehr.

veröffentlicht am 28.06.2008 um 00:00 Uhr

Ein Mandala aus Muscheln und Nüssen symbolisierte den Erntedank.

27 enge Stufen winden sich hinauf in die erste Etage des mächtigen Kirchturms. Auch Hanno ist hinaufgeklettert. Jetzt steht der Vierjährige staunend vor der mächtigen klackenden Maschine, die an der Außenwand die Zeiger der Uhr dreht. Mutter Britta erläutert dem Kleinen die Funktion und guckt sich mit ihm auch die langen Balken des mächtigen Dachstuhls über dem Kirchenschiff an: "Wann hat man sonst Gelegenheit dazu?" Aber es boten sich noch andere interessante Entdeckungen. Denn jedes besondere Ereignis im Kirchenjahr hatte einen eigenen kleinen Stand erhalten: Da baumelte ein Adventskalender an der Kirchenbank; eine Krippe war aufgebaut. "Die Weihnachtskekse schmecken auch noch", befand eine Besucherin. "Oder schon wieder", grinste ihr Begleiter. Anderswo war Mitmachen ausdrücklich erwünscht: Aus Wachsplatten entstanden kleine Kerzen. Und Kantorin Ingrid Heine tippte mit dem Alleskleber unermüdlich kleine Kleckse: Ein riesiges Mandala entstand als Hinweis auf Erntedank aus Muschel- und Nussschalen. Oben im Turm gleich gegenüber dem Uhrwerk fand die Jugend ihren Platz. Hier entstanden kleine hölzerne Friedenstauben. Am Morgen hatten Chor und Projektchor den Gottesdienst mitgestaltet. Später packte die örtliche Nachwuchsband "Klappstuhl" ihre Instrumente aus. Da mussten die Helfer hinter Kuchenbüfett und am Geschirrmobil schon tüchtig anpacken. Die Kinder freuten sich derweil über etliche originelle Spiele, die auch Erwachsene zum Mitmachen motivierten. Und am späten Nachmittag geisterten etliche Spider-Man, Feen und Elfen über den Platz, weil flinke Finger die kleinen Gesichter bunt dekoriert hatten. Pastorin Anette Sieling blickte zufrieden in die große Runde. Viele Helfer hatten zum Gelingen des Tages beigetragen; und noch mehr Gäste wollten sich das Fest nicht entgehen lassen. "Kirche lebt halt doch durch Feiern", freute sie sich über die Resonanz.

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