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Diözesanoberin würdigt freiwilliges Engagement in der Pflege

Malteser-Zertifikate für 27 Berufsfachschüler

Rinteln (la). 27 Berufsfachschülerinnen und -schüler haben jetzt die Zertifikate und Dienstausweise erhalten, die sie als Schwesternhelferinnen beziehungsweise Pflegehelfer qualifizieren. Feierlich überreicht wurden die Zertifikate von der Diözesanoberin der Malteser, Freifrau Marie Rose von Boeselager.

veröffentlicht am 07.04.2006 um 00:00 Uhr

Gleich zur Eröffnung des Festaktes haben die Absolventen ihre Klassenlehrerin und Ausbilderin Maria-Theresa Bockhorst-Thöne überrascht, indem sie ein Lied und ein Gedicht vortrugen. "Sonst haben sie sich leider immer ein wenig gesträubt, gemeinsam zu singen", sagte Bockhorst-Thöne, "der Bann scheint gebrochen zu sein, wenn sie für diesen Anlass selber ein Lied auswählen und im Chor vorsingen. Ich denke, die erworbene Qualifikation gibt den Schülern sehr viel Selbstbewusstsein." Die meisten Absolventen besuchen die zweijährige Berufsfachschule für Sozialpflege, sie haben freiwillig an dem Kurs teilgenommen und ihre Prüfung bestanden. Initiatorin Maria-Theresa Bockhorst-Thöne engagiert sich seit ihrer Jugend ehrenamtlich bei den Maltesern und ist Stadtbeauftragte in Rinteln. Sie wurde im letzten Jahr für ihren vielfältigen sozialen Einsatz mit der Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet. Bereits zum fünften Mal hat sie an ihrer Schule diesen Kurs veranstaltet, bundesweit bildet ein solches Angebot an einer Schule die große Ausnahme. 120 Stunden theoretischen Unterricht und ein zweiwöchiges Praktikum umfasst die Ausbildung zur Schwesternhelferin beziehungsweise zum Pflegehelfer. Dafür wurden die Jugendlichen zwar teilweise vom Unterricht freigestellt, hauptsächlich drückten sie die Schulbank aber nach ihrem eigentlichen Schulschluss. Durch die Qualifikation haben sie sich bessere Chancen geschaffen, einen Ausbildungsplatz zur Pflegefachkraft zu bekommen und diese Ausbildung auch erfolgreich abzuschließen. Um auf Dauer als Schwesternhelferin oder Pflegehelfer einsetzbar zu sein, haben die Absolventen die Pflicht, alle zwei Jahre Fortbildungsseminare zu besuchen.

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