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Hörgeräte-Fachgeschäft jetzt in Rinteln

Mal hergehört!

„Viele Menschen denken beim Thema Hören an die Ohren. Nur wenige sind sich bewusst, dass das Verstehen eine Meisterleistung des Gehirns ist“, sagt Benjamin Vetter. Die Ohren gäben Signale an das Gehirn und so dem Gehörten erst einen Sinn. „Hören wir schlechter, muss sich das Gehirn mehr anstrengen“, sagt der Hörgeräteakustiker, der am vergangenen Montag sein Fachgeschäft in Rinteln am Marktplatz 2 eröffnet hat.

veröffentlicht am 05.07.2018 um 12:15 Uhr

Hörgeräteakustiker Benjamin Vetter nimmt sich viel Zeit für seine Kunden. Foto: pr.

Mit der Eröffnung eines eigenen Fachgeschäftes kehrt Benjamin Vetter in seinen Heimatort zurück. Im Interview erzählt er, wie alles begann und welche innovativen Technologien mit ihm nach Rinteln kommen.

Sie kommen ursprünglich aus Rinteln?

Ich bin in der Nordstadt aufgewachsen, in Rinteln zur Schule gegangen und war jahrelang im VTR aktives Mitglied. Vor etwa fünf Jahren haben meine Frau und ich ein Haus in Eisbergen gebaut.

Hörgeräteakustiker ist kein alltäglicher Beruf. Wie kamen Sie dazu?

Die Technik und die ständige Veränderung in der digitalen Computerwelt hat mich fasziniert. Bereits während meiner Computerausbildung fehlte mir der Kontakt zu Menschen. Ich suchte und fand meinen Traumberuf: Hörgeräteakustiker. 2004 begann ich die Ausbildung, blieb nach erfolgreichem Abschluss in meinem Ausbildungsbetrieb und sammelte Berufspraxis. Währenddessen bereitete ich mich auf die Meisterprüfung vor. Im Sommer 2009 konnte ich diese erfolgreich ablegen.

Wofür steht Ihr Fachgeschäft am Marktplatz in Rinteln?

Der Kunde steht bei mir im Mittelpunkt. Ich nehme mir die Zeit für eine ausführliche, kundenorientierte Beratung. Die Anpassung von Hörgeräten ist sehr individuell. Ein Hörgerät ist ein industriell gefertigtes Produkt. Unsere Aufgabe ist es, dieses dem Menschen optimal anzupassen. Dafür sind mehrere Sitzungen notwendig, denn die meisten Schwerhörigen haben verlernt, richtig zu hören und zu verstehen. Eine Schwerhörigkeit ist ein schleichender Prozess, das geschädigte Ohr lässt weniger Informationen an das Sprachzentrum des Gehirns.

Warum liegen so viele Hörgeräte in der Schublade?

Es ist wichtig, eine gute Hörgeräteanpassung gekoppelt mit einem Hörtraining durchzuführen. In den vergangenen Jahren konnte ich feststellen, dass durch diese Vorgehensweise, die Hörgeräte wesentlich besser angepasst werden können und die Akzeptanz ein Hörgerät zu tragen deutlich gesteigert wurde. Meine Kunden tragen ihre Hörgeräte fleißig und müssen diese nicht in der Schublade aufbewahren.

Wie läuft ein Hörtraining ab?

Ich führe ein wissenschaftlich fundiertes Hörtraining durch, mit dem ich sehr großen Erfolg habe. Mithilfe eines innovativen Programms wird zunächst die periphere und zentrale Hörleistung des Kunden analysiert und ein Hörprofil erstellt. Die Analyse dauert nur wenige Minuten und man kann dann genau bestimmen, wo der Kunde steht. Der Wert des Kunden wird dann mit dem Normalwert verglichen. Langfristig versucht man sich mit einem gezielten Training zum normalen Verarbeiten der Töne und Sprache zu bewegen.



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