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Mahnwache: Stadt nicht informiert

Obernkirchen (rnk). Ein bisschen merkwürdig, so meint Stadtdirektor Wilhelm Mevert, ist es schon, wenn eine Mahnwache gegen die Schändung des jüdischen Friedhofs in ihren Mauern und unter dem Motto "gegen rechts" stattfinden soll - und die Stadt vom Veranstalter gar nicht direkt benachrichtigt werde.

veröffentlicht am 19.01.2007 um 00:00 Uhr

Weder Bürgermeister Horst Sassenberg noch ihm als dem Stadtdirektor hätten weder offizielle Einladungen oder sonstigen Informationen seitens des Veranstalters vorgelegen, so Mevert. Informationen habe es nur über die Presse und über Flugblätter gegeben, die vorgestern noch am Rande der Fraktions- undGruppensitzungen im Rathaus durch mehr oder weniger "inoffizielle" und auf ebenfalls nicht wirklich nachvollziehbare Weise von mehr informierten Dritten verteilt wurden. Er selbst, so Mevert, sei lediglich vorher informiert gewesen, weil er am letzten Montag auf entsprechende Benachrichtigung durchden Landkreis Schaumburg im Kreishaus an einer "Lagebesprechung" zur Durchführung der Veranstaltung teilgenommen hatte, in der es im Wesentlichen um die Festsetzung notwendiger Auflagen gegenüber dem Veranstalter und - was die Stadt betraf - um die Sicherstellung notwendiger verkehrsregelnder Maßnahmen gegangen sei, die die Stadt am Sonnabend zu veranlassen habe. Aus den Sitzungen der Fraktionen und Gruppen des Rates wisse er daher nur, dass "sicher das ein oder andere Ratsmitglied auch an der Demonstration teilnehmen wird". Er selbst, so Mevert, sei verhindert und könne nicht an der Veranstaltung teilnehmen.



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