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Neue Ausstellung in der Rathausgalerie erinnert an jüdisches Leben in Rinteln

Mahnmal und Ansporn zugleich

Rinteln (who). "Warten auf den jüngsten Tag - der jüdische Friedhof in Rinteln" heißt die jüngste Ausstellung in der Rintelner Rathausgalerie. Bis zum 4. April erinnern Bild- und Textdokumente an jüdisches Leben in der Stadt.

veröffentlicht am 31.01.2007 um 00:00 Uhr

Dagmar Giesecke, Wahl-Rintelnerin und Stadtarchivarin in Bielefe

Dagmar Giesecke, Wahl-Rintelnerin und Stadtarchivarin in Bielefeld hat die Exponate seit 2002 zusammen getragen. "Die Ausstellung soll dazu beitragen, dass jüdisches Leben als Teil Rintelner Geschichte nicht vergessen wird", erklärte sie zur Eröffnung am Sonnabendnachmittag. Das Datum sei von ihr und Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz bewusst gewählt und solle den direkten Bezug zur Ausstellung herstellen. Denn am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Truppen das Konzentrationslager Auschwitz in Polen. Darüber hinaus ist der 27. Januar nationaler Gedenktag und seit zwei Jahren sogar Internationaler Holocaust-Gedenktag. Das Ende der Ausstellung bezieht sich auf das Datum der letzten Beisetzung auf dem jüdischen Friedhof. Die frühesten Belege über einen jüdischen Friedhof in Rinteln stammen von 1590 Derälteste heute noch vorhandene Grabstein stammt aus dem Jahr 1810. Die letzte Beisetzung ist die von Gustav Rosenthal am 4. April 1960 gewesen. Insgesamt sind auf dem Friedhof in der Ostertorstraße 54 Begräbnisstellen mit 63 Personen zu finden, darunter neun Familiengräber. Von den erhaltenen 25Grabsteinen tragen sieben Inschriften in Hebräisch und 18 in Deutsch. Eigentümerin des jüdischen Friedhofes ist die Stadt Rinteln, die die Anlage auf Vereinbarung mit dem Landesverband der jüdischen Gemeinden pflegt. "Der jüdische Friedhof ist heute Mahnmal und Ansporn zugleich und man kann hier Geschichte erleben", so Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz zur Eröffnung der Ausstellung. Wer mehr über den Friedhof erfahren oder eine Besichtigung möchte, kann sich bei Dagmar Giesecke melden. Die Archivarin und Freizeithistorikerin: "Ich habe den Schlüssel für das Tor und wir können gerne Begehungen vereinbaren." Hinweis: Die Ausstellung in der Rathausgalerie ist zugänglich von Montag bis Donnerstags von 8.30 Uhr bis 17 Uhr und am Freitag von 8.30 Uhr bis 13 Uhr.



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