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Mahnmal: "Landschaft" lädt erneut ein

Landkreis (rd). Sigmund Graf Adelmann, Geschäftsführer der "Schaumburger Landschaft" lädt ein zur zweiten öffentlichen Veranstaltung zum Mahnmal unter dem Titel "Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus - Konzeption und Vernetzung des Erinnerungsprojekts". Die Veranstaltung findet statt am Mittwoch, 28. November, um 19 Uhr in der Schule am Schlosspark in Stadthagen.

veröffentlicht am 15.11.2007 um 00:00 Uhr

Die Auftaktveranstaltung der "Schaumburger Landschaft" zu dem Erinnerungsprojekt, mit dem an die Opfer des Nationalsozialismus in Schaumburg erinnert werden soll, war in der Bevölkerung auf große Resonanz gestoßen (wir berichteten). Adelmann: "Mit den Vorträgen gelang es, die Opfer aus der Vergessenheit, der Anonymität zu holen und ihnen wieder ein Gesicht und einen Namen zu geben. Viele Zuhörer zeigten sich sehr beeindruckt und ließen sich von der Grundidee eines solchen Vorhabens überzeugen." Thema der zweiten Veranstaltung wird die Konzeption und Vernetzung des Erinnerungsprojekts sein. Geht es eher um einen Lernort für die junge Generation oder um eine innovative künstlerische Gestaltung? Welche Rolle kann die noch existierende, aber leerstehende Synagoge in der Stadthäger Altstadt spielen? Und gibt es andere Erinnerungsorte in Stadthagen und in Schaumburg, auf die man sich stützen könnte? Mit Andreas Kraus (Stadthagen) und Jürgen Lingner (Stadthagen) ist nach den Worten Adelmanns kompetenter Sachverstand aus der Region einbezogen. "Wir haben aber auch mit Rolf Keller einen Vertreter der Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten gewinnen können, der uns aus übergeordneter Sicht Empfehlungen zu diesen Fragen geben kann." Die Moderation liegt wieder in den Händen von Landesbischof Jürgen Johannesdotter (Ev. Luth. Landeskirche Schaumburg-Lippe) und Dr. Klaus-Henning Lemme (Schaumburger Landschaft). Abschließend richtet Adelmann einen Appell an Interessierte: "Aufgrund der zentralen Bedeutung, die der Umgang mit unserer nationalsozialistischen Vergangenheit für unsere Gesellschaft, aber auch hier in Schaumburg hat, bitten wir Sie um Ihre persönliche Unterstützung und Beteiligung. Die oft zitierte ,schweigende Mehrheit' unserer Gesellschaft sollte gerade bei diesem Thema zeigen, dass es eine zentrale Frage des Selbstverständnisses unseres Gemeinwesens berührt, die uns allen nicht gleichgültig sein kann."



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