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Beliebtes Ausflugsziel: 500 Besucher kommen nach Kleinenbremen zum Mühlentag in Hartings Mühle

Mahltechnik und Mühlrad im Mittelpunkt

Kleinenbremen (mig). Mühlentag im Mühlenkreis: Rund um die Hartingsche Mühle hat eine Veranstaltung zum 14. deutschen Mühlentag stattgefunden. Dabei kam es auch zu einer Premiere: Erstmals durften Besucher die unter der Leitung des Heimatvereins restaurierte Mönkhoffsche Mühle besichtigen. Insgesamt hatten im Mühlenkreis 42 Wind-, Wasser-, Ross- und Schiffsmühlen ihre Pforten geöffnet.

veröffentlicht am 01.06.2007 um 00:00 Uhr

"Es klappert die Mühle ...": Besonders das große Schaufelrad der

Trotz des nieseligen Wetters kamenüber den Tag etwa 500 Gäste zu dem vom Heimatverein Kleinenbremen angepachteten Grundstück "Am Rehm". Nachdem das vielfältige Programm am Morgen mit einem Früh-Gottesdienst begonnen hatte, ging es am Nachmittag mit Vorführungen der TuS-Tanzgruppe Kleinenbremen und der Band Stardust weiter. Rund 15 Ehrenamtliche aus den Reihen des Heimatvereins hatten das Fest vorbereitet und halfen auch bei der Durchführung. "Wir sind eigentlich zufrieden, bei gutem Wetter wären aber sicher noch mehr Leute gekommen", betonte der Vorsitzende Walter Caselitz. Nach der obligatorischen Besichtigung des Mühlrades interessierten sich die Gäste vor allem für die Vorstellung der früher verwendeten Mahltechniken. Während draußen das große Schaufelrad die Energie des Wassers abschöpfte, brachten im Bauch der Mühle riesige Zahnräder die gewonnene Kraft zum Mahlstein. Im Erdgeschoss konnte man dann die verschiedenen Maschinen besichtigen, die eine Weiterverarbeitung ermöglichten. Mindestens ebenso spannend wie die anachronistischen Geräte waren die kleinen Details, auf die die Macher der Ausstellung genau geachtet hatten. "Es ist gerade jetzt die vaterländische Pflicht, zur Sicherstellung der Ernährung des deutschen Volkes beizutragen. Keine Ähre darf verloren gehen", stand beispielsweise auf einem Plakat von 1940 zu lesen. Wer sich noch eingehender mit der Geschichte der Mühle beschäftigen wollte, bekam am Stand von Heimatdichterin Marlies Kuhlmann das notwendige Material geliefert. Sie hatte, neben anderen Werken, auch ihr Büchlein "Ein Leben mit der Mühle" mitgebracht, in dem Erna Günther vorgestellt wird. Günther ist die Enkelin von Daniel Harting, der die Mühle im Jahr 1900 (anstelle der von seinen Vorfahren 1809 errichteten) neu aufgebaut hat. Die alte Frau erzählt von Schicksalsschlägen und von ihrem Mann Paul, dem letzten Müller, der 1966 den Betrieb der Mühle aufgeben musste. "Wir wollten auch die Mühle abreißen, aber dann meldete sich der Heimatverein", sagt sie. Einen ganz anderen Blick auf Mühlen-Geschichte wollten die Macher der Wassermühlen-DVD "Wassermühlen-Romantik" vermitteln. Mit vielfältigen Animationen werden die alten Mühlen wieder zum Leben erweckt und die Standorte auf einer großen Karte (Deutschland/Holland) angezeigt. "Ich war schon als Kind von Wassermühlen fasziniert", erzählt Ansgar Rahmacher.



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