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März abwechslungsreich wie selten - als siebter Monat in Folge zu warm

März verblüfft mit April-Wetter - "Peggy" sorgt für sonnige Ostern

Landkreis. Hoch "Peggy" verlagert sich bis zu den Ostertagen von England nach Mitteleuropa. Damit ist das Ostereiersuchen im Freien gesichert. Nach wolkigem Wetter am Karfreitag und Ostersonnabend mit noch mäßigen Temperaturen um elf Grad verwöhnt uns über die Ostertage die Sonne mit Werten über 15 Grad. Und auch die Nächte sind mit Minima um fünf Grad relativ mild.

veröffentlicht am 04.04.2007 um 00:00 Uhr

"Schneekanonen": Auch hinter der Rintelner Eulenburg gab es Ende

Autor:

Reinhard Zakrzewski

Der März war abwechslungsreich wie selten: Heftige Niederschläge, viel Wind und trübes Wetter, aber auch strahlender Sonnenschein mit Frühlingstemperaturen prägten den Monat. Und auch der schon verloren geglaubte Winter schaute mit einigen Zentimetern Schnee noch einmal vorbei. In der Bilanz war der März, nun schon als siebter Monat in Folge, erheblich zu warm, ein Drittel zu nass und rund 50 Prozent zu sonnig. Im Schaumburger Land lag die Durchschnittstemperatur bei 7,3 Grad und damit um 2,9 Grad über dem vieljährigen Mittel (1961-90). Nur der März 1981 war mit durchschnittlich 8,4 Grad noch wärmer. Entsprechend hielt sich die Zahl der Frosttage (Minimum unter null Grad) mit lediglich fünf (üblich elf) in engen Grenzen. Das Monatsmaximum wurde mit 17,6 Grad in Bückeburg am 12. März gemessen, das Minimum am 20. März (minus 2,1 Grad). Bemerkenswert: 40 Prozent der Monatsniederschläge (Bückeburg 63 Liter/qm = 133 Prozent) fielen in nur 48 Stunden am 21. und 22. März, teilweise auch als Schnee. So konnte sich am 22. März in den Niederungen vorübergehend eine fünf bis sieben Zentimeter hohe Schneedecke bilden, höher als im ganzen Winter. Auslöser der ergiebigen Niederschläge war Tief "Paul". Zwei Hochdruckphasen in der zweiten und vierten Märzwoche reichten aus, die Sonnenbilanz auf 150 Stunden zu bringen(plus 52 Prozent). Das war nicht nur schon Aprilniveau, sondern - nach 2003 (167 Stunden) - auch der zweithöchste Wert bisher überhaupt. Klimatisch gesehen setzt sich im April die Frühjahrserwärmung verstärkt fort. Gefährlich für die noch empfindliche Vegetation ist die große Neigung des Monats zu Kälterückfällen. Verbunden damit ist das sprichwörtliche Aprilwetter mit seinem typischen Wechsel von Sonnenschein und Bewölkung mit Regen-, Schnee- und Graupelschauern. Ursache ist die auf der Rückseite von Tiefdruckgebieten einfließende labil geschichtete maritime Arktikluft, in der sich über dem schon warmen Festland tagsüber kräftige Schauer und auch Gewitter entwickeln. Bei nächtlichem Aufklaren gehen die Temperaturen dann stark zurück, und es können dievon Gartenfreunden gefürchteten Schadfröste auftreten. Dass auch im Schaumburger Land ein solches Risiko besteht, zeigt die mittlere Anzahl von noch vier Frosttagen im April. Im Extremfall sind in der ersten Monatshälfte Minustemperaturen bis unter minus fünf Grad möglich, am Erdboden sogar nahe minus zehn.



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