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Sorgentelefon besteht seit 25 Jahren

Märchenhafte Jubiläumsveranstaltung

HAMELN. Jeder Gast der „märchenhaften“ Jubiläumsveranstaltung des Sorgentelefons in den Räumen der Hamelner Stadtwerke verließ die Feier mit ein paar Bohnen in der Hosentasche.

veröffentlicht am 30.10.2019 um 14:26 Uhr

Zwischen den Ansprachen und Festreden unterhielt die Märchenerzählerin Marete Stoffregen die zahlreich erschienenen Gäste aus Politik und dem sozialen Netzwerk mit vier, frei vorgetragenen und musikalisch untermalten Geschichten.

Im Märchen „Die Bohne des Dankes“ erzählte sie von einer weisen Frau, die sich jeden Morgen eine Handvoll Bohnen in die rechte Tasche ihrer Schürze steckt. Bei jedem positivem Erlebnis, z. B. ein gutes Gespräch, wandert eine Bohne von der rechten in die linke Tasche. Beim Schlafengehen betrachtet sie die Anzahl der Bohnen und was ihr an diesem Tage Schönes widerfahren ist. Die Vorsitzende Ina Loth appellierte an die Gäste, sich ein paar Bohnen aus der am Ausgang bereitgestellten Schale mitzunehmen. In ihrer Festrede ließ sie die 25- jährige Vereinsgeschichte von 1994 bis heute Revue passieren und dankte den wichtigsten Menschen des Sorgentelefons: Den ehrenamtlichen Mitarbeitenden. Seit 2012 gibt es eine Kooperation mit der Telefonseelsorge (TS) Hannover, von der beide Seiten profitieren. Die gute Zusammenarbeit betonte auch der Leiter der TS, Christian Voigtmann. In seinem Vortrag „Von der Wählscheibe bis zum Chat“ stellte er die Entwicklung der Telefonseelsorge von den Anfängen im Jahre 1953 bis heute dar. Anonym und kostenfrei können sich Ratsuchende rund um die Uhr- neben dem telefonischen Kontakt auch per Chat oder E-mail an das Hilfsangebot wenden. Auch Bürgermeister Claudio Griese stellte die Frage, ob in der heutigen digitalen Welt ein Sorgentelefon noch zeitgemäß sei. Um im nächsten Atemzug zu betonen, dass ein persönliches Gespräch gerade deshalb umso wichtiger sei. Torsten Schulte, stellvertretender Landrat und ehemaliger Mitarbeiter in den Anfängen des Vereins – „einer von uns“, wie Ina Loth betonte – stellte das ehrenamtliche Engagement der Mitarbeitenden in den Fokus. Weitere Grußworte wurden zu Beginn von Gastgeberin Susanne Treptow und zum Schluss von der Leiterin des Sorgentelefons Holzminden, Brigitte Güntert, gesprochen, bevor Ina Loth die Gäste zu einem kleinen Imbiss und netten Gesprächen einlud.

Märchenerzählerin Marete Stoffregen. FOTO: Karin Gerke/PR


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