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432 Kilometer auf dem Emsradweg zurückgelegt / Reifenflickzeit verkürzte sich bei Markus Hofmann sensationell

Männerspochtler erkunden die Ems

Oldendorf. Nachdem im letzten Jahr die erste „Männerspocht on Tour“ von Kiel nach Quanthof stattfand, starteten in diesem Sommer die sieben Vereinsmitglieder Otto Brockmann, Henning Grobe, Thomas Hampe, Markus Hofmann, Albert Mund, Christian Schönberg und Marco Straßburg, um den Emsradweg kennenzulernen.

veröffentlicht am 29.08.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 05:21 Uhr

Die sieben Teilnehmer der Radtour starteten Freitagmorgen mit dem Rad von Oldendorf nach Elze. Hier sollte um 8 Uhr der Zug über Hannover nach Emden genommen werden. Aber bereits nach sieben Kilometern gab es die erste Reifenpanne, wodurch die pünktliche Ankunft am Bahnhof in Gefahr geriet. Kurzerhand wurde von daheim ein Auto mit Fahrradträger geordert, um Markus mit seinem defekten Drahtesel zum Bahnhof zu bringen, sodass die reservierten Plätze noch eingenommen werden konnten. Im Zug wurde dann der Plattfuß innerhalb von 40 Minuten repariert.

In Emden angekommen, ging die Radtour endlich richtig los. Die erste Etappe führte bis Papenburg. Hier wurde neben einer Stadtführung auch die Meyerwerft besichtigt. Zurzeit sind dort zwei Kreuzfahrtschiffe sowie ein Gastanker im Bau.

Am nächsten Morgen sollte pünktlich um 8 Uhr gestartet werden. Doch Markus’ Rad hatte zum zweiten Mal einen Platten. Somit musste wieder geflickt werden und die Abfahrt verzögerte sich um 30 Minuten. Obwohl starker Gegenwind mit Windstärke 4 bis 5 herrschte, konnte an diesem Samstag die weiteste Strecke mit 118 Kilomtern zurückgelegt werden. Über Meppen, hier wurde ein unfreiwilliger Zwischenstopp wegen Regen eingelegt, ging es nach Lingen. Nach 6,5 Stunden reiner Fahrzeit wurde gegen 19 Uhr die Jugendherberge erreicht und alle stiegen erleichtert vom Rad.

Am Sonntagmorgen konnte pünktlich um 8 Uhr gestartet werden, denn es war an keinem Rad ein Defekt zu erkennen. Das Tagesziel hieß Münster. Auf diesen 92 Kilometern stromaufwärts war der Gegenwind auch wieder ein ständiger Begleiter. Leider hat es auf dieser Etappe einen Teilnehmer mit Knieproblemen erwischt. Als auch die Mithilfe der Sportkameraden nicht ausreichte, musste Marco die letzten 25 Kilometer mit Bus und Bahn nach Münster zurücklegen. Zeitgleich mit den verbliebenen sechs Radfahrern traf Marco in Münster ein.

Es ist schon eine tolle Erfahrung, in dieser von Radfahrern geprägten Stadt mit dem Rad unterwegs zu sein. Extra Spuren und Ampeln sollen das Radfahren leichter machen, aber das muss man erst erlernen.

Montagmorgen hieß es Abschied nehmen. Da das Knie weiter Probleme bereitete, musste Marco die Ems-Rad-Tour abbrechen und die Heimreise mit der Bahn antreten. Für die verbliebenen sechs Männerspochtler hieß das nächste Ziel Gütersloh. Auf dem Weg dorthin fehlte natürlich auch der Gegenwind nicht. Über Warendorf ging es weiter nach Harsewinkel. Hier wurde kurzerhand das Mähdrescherwerk der Firma Claas besichtigt, sodass am Ende der Etappe „nur“ 72 Kilometer auf dem Tacho standen.

Am Dienstag wurde dann endlich die Ems-Quelle erreicht. Es war beeindruckend zu sehen, wie aus einem so kleinen Rinnsal ein so großer Fluss wird, auf dem sogar Kreuzfahrtschiffe fahren können. Aber hier war die „Höllentour“, wie sie wegen des ständigen Gegenwindes mittlerweile hieß, noch nicht beendet.

Bei Sommertemperaturen von jetzt über 30°C musste noch der Heimweg bewältigt werden. Und dabei wurde die S-Bahn von Steinheim nach Hameln als Unterstützung genommen. Bis Steinheim waren aber auch immerhin 85 Kilometer geradelt und bevor nun die letzten 27 Kilometer von Hameln nach Oldendorf zurückgelegt werden konnten, musste Markus erneut einen Plattfuß beheben. Das Flicken hatte er nun schon oft genug geübt, sodass die Reparaturzeit diesmal auf 15 Minuten reduziert werden konnte.

Ganz nach ihrem Motto „Alles, was Spaß macht“ haben sich die Männerspochtler für das nächste Jahr den Elberadweg vorgenommen, berichtet Abert Mund.

Die sieben Freunde aus dem Männerspochtverein hatten viel Spaß bei ihrer Radtour entlang der Ems.



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