weather-image
28°
×

Reinerbeck hat eine neue Erntekönigin / Großes Fest und Umzug

Mädchenträume werden wahr

Fast jedes Mädchen träumt davon, einmal im Leben Königin zu sein, doch für die meisten erfüllt sich dieser Traum leider nie. Im Aerzener Ortsteil Reinerbeck aber gehen noch heute aus Tradition Mädchenträume in Erfüllung. Zwar konnte der „Junggesellenclub von 1923 Reinerbeck“ bisher keine ledigen, blaublütigen Thronanwärter als Mitglieder aufnehmen, aber dennoch küren die Junggesellen um „Chef“ Walther Pape jedes Jahr ihre Erntekönigin.

veröffentlicht am 23.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 15:21 Uhr

Dank an die Königinmutter: Junggesellenclub-Chef Walther Pape (li.) bedankt sich mit Blumen bei der Mutter der Erntekönigin Maike (Mi.), Angela Milnikel (re.).

Reinerbeck (sbr). Fast jedes Mädchen träumt davon, einmal im Leben Königin zu sein, doch für die meisten erfüllt sich dieser Traum leider nie. Im Aerzener Ortsteil Reinerbeck aber gehen noch heute aus Tradition Mädchenträume in Erfüllung. Zwar konnte der „Junggesellenclub von 1923 Reinerbeck“ bisher keine ledigen, blaublütigen Thronanwärter als Mitglieder aufnehmen, aber dennoch küren die Junggesellen um „Chef“ Walther Pape jedes Jahr ihre Erntekönigin.

In diesem Jahr fiel ihre Wahl auf Maike Milnikel, und auch für sie erfüllte sich damit ein heimlich gehegter Wunsch. „Es ist schon etwas Besonderes, wenn der eigene Name in der langen Reihe der Reinerbecker Ernteköniginnen erscheint. So wird man Teil der Tradition, und das ist etwas sehr Schönes, das mich ein bisschen stolz macht“, erklärt die 18-Jährige. Doch vor der majestätischen Ausfahrt auf dem mit Ähren, Blumen und Schleifen bunt geschmückten Erntewagen samt Krone steht bekanntlich die Arbeit, und viele fleißige Hände waren erforderlich, um das Getreide kunstvoll zu Bögen und der prächtigen Erntekrone zu binden.

In vergnüglicher Runde trafen sich zahlreiche Reinerbecker am Vorabend des Erntefestes, um alles für den Umzug vorzubereiten. Für Marc Jürgens (15) und Falk Hillebrecht (14) war die Teilnahme an den Erntefestvorbereitungen eine Premiere. „Nach der Konfirmation darf man das erste Mal dabei sein. Man hilft, wo man gebraucht wird, und die Älteren zeigen den Neuen, wie es geht. Das ist allemal besser, als allein zuhause zu sitzen“, sind sich die beiden Neulinge einig. „Hier findet jeder schnell seinen Platz. Das ist ein ganz tolles Zusammenspiel der einzelnen Generationen innerhalb der Dorfgemeinschaft“, weiß auch Corina Schwenke zu berichten. Die 36-Jährige zog vor drei Jahren mit ihrer Familie nach Reinerbeck und erzählt begeistert von der herzlichen Aufnahme und der Kontaktpflege innerhalb des Ortes durch viele „lieb gewonnene Pflichtveranstaltungen“. Ähnlich erging es auch Irmgard Vietmeyer. Die Reinerbeckerin kannte die Tradition des Erntekronenbindens schon vom elterlichen Hof in Aerzen. Seit 41 Jahren beteiligt sie sich regelmäßig am Erntekranzbinden auf dem Hof der jeweiligen Reinerbecker Erntekönigin. „Obwohl ich in diesem Jahr zu den ältesten Teilnehmern gehörte, hat es mir wieder viel Spaß gemacht, und ich bin der Einladung von Angela Milnikel, der Mutter der Erntekönigin, gern gefolgt“, so die 71-Jährige.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2021
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige