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Rusbender beurteilen "Vati-Party" sehr unterschiedlich / "Müssen die Probleme lösen"

"Mädchen wämsen sich wie die Kesselflicker"

Rusbend (bus). In Rusbend gehen die Meinungenüber Konsequenzen aus dem Vatertagstrubel weit auseinander. Auch im Beurteilen der Vorfälle sind große Unterschiede auszumachen. Das trat während der jüngsten Ortsratssitzung zutage, in der die am Himmelfahrtstag im Umfeld der Gaststätte "Schäferhof" notierten Ereignisse (wir berichteten) inder Bürgerfragestunde diskutiert wurden.

veröffentlicht am 31.05.2007 um 00:00 Uhr

Vatertagsausflüge in eher traditioneller Ausformung - das Foto z

Die "Vati-Party" hatte nach Auskunft der Bückeburger Polizei erhebliche Auseinandersetzungen, Rangeleien, Raub und Diebstahl erlebt. "Wir haben noch nie so viele betrunkene Kinder, Jugendliche und Erwachsene an einem Ort gesehen", war von den Ordnungshütern, die in Rusbend mehr als 40 Beamte einsetzten, auf einer Pressekonferenz mitgeteilt worden. Die Form des Ablaufs sei "auf Papier nicht darstellbar". Der volkstümliche Vatertag kam bis vor einigen Jahren als so genannte Herrenpartie daher - ein Ausflug mit fliedergeschmücktem Bollerwagen und Bier, dem ein romantisches Naturbild innewohnte. Die aktuelle Rusbender Ausformung der Festivität habe sich unterdessen derart präsentiert, das "die Sicherheit nicht mehr gewährleistet" gewesen sei, lautete die Einschätzung eines Diskussionsteilnehmers. Woran die Ordnungshüter nicht vollends unschuldig wären: "Die Polizei sitzt mit sechs Mann im Auto und draußen wämsen sich Mädchen wie die Kesselflicker." Ein anderer Diskutant schilderte die Ereignisse nahezu konträr. Die Presse stelle die Vorkommnisse "überzogen" dar: "In diesem Jahr ist es am Schäferhof ruhiger gewesen als in den Vorjahren." Einigkeit herrschte im Rusbender Ortsrat darüber, dass der Altersdurchschnitt der Party-Besucher "erschreckend niedrig" war - "13- oder 14-Jährige, alle vollstramm" - und offensichtlich eine Verlagerung der Krawalle von Bad Hiddenserborn nach Rusbend stattgefunden hat. Gleichwie bewirkten die Begebenheiten "für Rusbend und den Schäferhofkeinen Image-Gewinn, sondern genau das Gegenteil". Ebenfalls unumstritten im Ortsrat: "Wir müssen das Problem in den Griff bekommen." Andreas Struckmann, der um Glättung der reichlich hoch gehenden Wogen bemüht war, kündigte Aktivitäten des Ortsrates an. "Wir werden uns damit befassen", unterstrich der Ortsbürgermeister. Das Thema solle darüber hinaus voraussichtlich in einer großen Runde, inklusive Ordnungsamt und Polizei, zur Sprache kommen. Struckmann, der die Vorfälle als "schlimm" charakterisierte, gab indes zu bedenken: "Falls wir das bei uns geregelt bekommen, wird anderswo randaliert." Zudem sei "nicht alles am Schäferhof festzumachen". Der Ortsbürgermeister: "Was auf der Straße passiert, ist ein Problem für sich."



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