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Mädchen soll zu den Großeltern

Hohnhorst (tes). Das Drama um die verunglückte Familie bewegt die Menschen. Viele stellten sich vor allem die Frage, wie es der zweijährigen Michelle geht, die das Unglück überlebte, vermutlich dank des Autositzes, der sich bei dem Aufprall vor sie schob und vor dem berstendenen Metall schützte. Der Rettungshubschrauber flog das Mädchen in die Medizinischen Hochschule Hannover, dort steht es weiter unter Beobachtung.

veröffentlicht am 22.06.2007 um 00:00 Uhr

"Verdacht auf Gehirnerschütterung", berichtete Patentante Bettina Bruns. "Ich habe ihr ein Stofftier mitgebracht. Da konnte die Kleine schon wieder lachen. Aber natürlich hat sie mich sofort gefragt: Wo ist Mama?" Bruns ist die Schwester von Michelles Mutter und wird sich künftig gemeinsam mit den Großeltern um die Waise kümmern. "Bei Omi und Opi war sie schon immer", sagte sie. Nur der Familienhund Cindy, der den Unfall ebenfalls überlebt hat, darf leider nicht mitkommen. Gemeinsam mit dem 63-jährigen Großvater suchte die Familie nach dem Trauergottesdienst nochmals den Unglücksort mit den Blumen und Stofftieren auf - zum stillen Gedenken an das Unfassbare. "Meine Kinder können noch nicht richtig begreifen, dass Marcel und Manuel jetzt nicht mehr zum Spielen kommen können. Mein ältester Sohn hat mich vorhin noch gefragt: Kann Marcel heute bei uns übernachten?" sagt Brigitte Bruns mit Tränen in den Augen.



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