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Solche Wellen schlägt MINT in Lügde

Luxusyachten und ‘ne tolle Knalltüte an der Emmer

Lügde (sbr). „Explosionswelle erschüttert Emmerauenpark“ und „Tornado zieht über Lügde“ – ereignisreich war das Wochenende und wer meint, diese Schlagzeilen seien Zeitungsenten, der irrt. Im Lügder Park gab es am Samstagnachmittag wirklich kleine Naturphänomene zu bestaunen, und Knalleffekte zogen die Aufmerksamkeit der vielen Besucher auf sich.

veröffentlicht am 04.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 18:21 Uhr

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Anhand von 14 Präsentationen und Mitmach-Versuchen stellten die insgesamt fünf Kindertagesstätten im Stadtbereich, die Grundschule Lügde und der Grundschulverbund Rischenau-Elbrinxen sowie der Haupt- und Realschulzweig der Johannes-Gigas-Schule ihre Ergebnisse aus dem aktuellen MINT-Projekt vor.

Wieviel Spaß Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik machen können, erlebte der Nachwuchs während des diesjährigen Projektes und gab diese Erfahrung nun im Rahmen eines kunterbunten Präsentationsnachmittags auch an Scharen von neugierigen Besuchern weiter.

Nach dem Thema ‚Brücken‘ im vergangenen Jahr rückte nun das Wasser in den Mittelpunkt. „Mit ,MINT in Lügde schlägt Wellen’ soll der Nachwuchs so früh wie möglich für Themen interessiert werden, die später Chancen in den Berufen eröffnen, in denen die Kinder und Jugendlichen einmal tätig sein möchten“, erklärt Georg-Jescow von Puttkamer den Hintergrund des zukunftsorientierten Projektes.

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Eine echte Knalltüte hatten Nassim Ziadkhudaida, Bunchai Wiglak, Jan Marx und Daniel Hasprich mit auf die Bühne des Emmerauenparks gebracht. Dass der auffrischende Wind ihrem Wasserstoff-Versuch eine ganz eigene Dynamik verlieh, damit hatten die vier Jungen nicht gerechnet, und so sagte Lehrer Oliver Jösten die weiteren Versuche der jungen Chemiker der Johannes-Gigas-Schule kurzerhand aus Sicherheitsgründen ab. „Wir hätten gern noch Seifenblasen explodieren lassen und Elefantenzahnpasta hergestellt, aber bei diesem Wind kann man das einfach nicht verantworten. Schließlich soll niemand zu Schaden kommen“, zeigten sich die vier Schüler zwar etwas enttäuscht. Letztlich aber konnten sie die Entscheidung ihres Lehrers nachvollziehen – erschraken doch auch sie ordentlich, als ihre Schultüte verfrüht explodierte.

Den aufkommenden Wind zunutze machten sich die Kinder der Klasse 2b der Grundschule Rischenau. Ihre phantasievoll gestaltete Segelschiff-Armada aus Recyclingmaterial bewies beim Stapellauf im Planschbecken eindrucksvoll ihre Seetauglichkeit. „Wir haben getestet, welches Material schwimmt, bevor wir mit dem Bau der Schiffe begonnen haben“, erklärt Colin den staunenden Besuchern anhand seiner Luxusjacht mit Whirlpool, während die dreijährige Anna durch gleichmäßig kreisende Bewegungen den bunten Flaschentornado am Stand der Kindertagesstätte Falkenhagen ordentlich zum Wirbeln bringt. Silas hat sich in der Zwischenzeit selber ein Boot mit einem Luftballon-Antrieb gebaut. Der Fünfjährige aus der KITA Sabbenhausen ist begeistert, was man alles aus einer leeren Milchtüte basten kann.

Colin (re.) erklärt genau, was die Klasse 2b der Grundschule Rischenau während des dreiwöchigen Projektes erarbeitet hat.

Josefine (3, vorn) belädt ihr Knetgummiboot mit vielen Büroklammern am Stand der KITA Tausendfüßler.

Chemie ist das, was … manchmal nicht so wie geplant gelingt: Der Wind machte den Gigas-Schülern einen Strich durch ihr Versuchsprogramm.

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