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Nienstädt am Sonntag im Derby beim Tabellenschlusslicht SV Obernkirchen

Luxusproblem für Torben Brandt SVN-Trainer mit Wunschformation

Bezirksliga (jö). Wenn der SV Nienstädt am Sonntag beim Schlusslicht SV Obernkirchen antritt, dann droht ein leidenschaftsloses Spiel. Der Tabellenletzte hat sich spätestens seit der letzten Niederlage mit einem Abstieg in die Kreisliga abgefunden und Nienstädt glaubt womöglich, sich die Punkte im Schongang aus dem Bornemann-Stadion abholen zu können.

veröffentlicht am 14.03.2008 um 00:00 Uhr

Dieser Gefahr ist sich Spielertrainer Torben Brandt aber durchaus bewusst. Er warnt: "Obernkirchen wird so motiviert sein, wie seit Wochen nicht mehr. Für uns wird es schwerer als manch anderes Spiel." Sein Trainerkollege Lars Deppe bestätigt diese Einschätzung: "Auch wenn wir langsam für die Kreisliga planen, wollen wir möglichst noch viele Gegner ärgern. Wir werden kämpfen, erst recht in einem Derby gegen Nienstädt." Obernkirchen verlor zwar auch letzten Sonntag, zeigte bei der 1:3-Niederlage in Degersen aber eine sehr ordentliche taktische und kämpferische Leistung. Lars Deppe war zufrieden: "Für unseren Auftritt wurden wir gelobt. Ein Sieg oder zumindest ein Punkt hätte unserem Selbstbewusstsein aber noch besser getan." Degersen gewann erst in der Schlussphase und profitierte bei seinen ersten beiden Toren von bösen Obernkirchen Abwehrschnitzern. In diesem Punkt blieb sich der Tabellenletzte treu. Fehler der Defensive ziehen sich wie ein roter Faden durch die Saison. Der SVO wird am Sonntag weiterhin auf Ludwig Castaldo und Anthony Watts verzichten müssen, der nach seiner schweren Verletzung erst wieder im Lauftraining ist. Wieder dabei sind aber Thomas Harmening und Guido Bergmann. Keinerlei Personaldiskussionen gibt es beim SV Nienstädt. Torben Brandt hat ein in dieser Saison noch nie gekanntes Luxusproblem: Er kann aus seinem kompletten 18-Mann-Kader die beste Startelf herausfiltern. Johannes Struckmeier war Anfang der Woche krank, nahm aber am Donnerstag das Training wieder auf. Auch Elvis Kalac steht zur Verfügung. Dass die Ansprüche in Nienstädt innerhalb weniger Wochen massiv gestiegen sind, macht Brandt ein wenig Sorgen. "Mit einem 0:0 gegen Gehrden muss man auch mal zufrieden sein. Wir haben eine Stunde lang in Unterzahl gespielt und hätten durch den Elfmeter das Spiel gewinnen können. In den letzten vier Spielen haben wir mehr Punkte geholt als in der gesamten Hinserie." Für das Spiel in Obernkirchen macht Torben Brandt allerdings keine Kompromisse. Er will gewinnen.



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