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Alle Wehren bei Großbrand im Einsatz / 200 000 Euro Schaden / Polizei: Es war Brandstiftung

Lunte gelegt - Feuer in der Schlingmühle!

Buchholz (tw). Großeinsatz in Eilsen: Am Morgen des 13. Februar um 3.14 Uhr sind die Feuerwehren der Samtgemeinde durch die neuen Digitalen Meldeempfänger und die Sirenen zu einem Alarm gerufen worden. Einsatzstichwort: Wohnungsbrand in Buchholz, Schlingmühle.

veröffentlicht am 16.02.2007 um 00:00 Uhr

In dem weitgehend leerstehenden Gebäudeteil, in dem bis vor etwa fünf Jahren die in Konkurs gegangene Stuhlfabrik Brautlecht ihren Sitz hatte, brannte es an mehreren Stellen im Erd- und Untergeschoss. Der durch einen aufmerksamen Autofahrer entdeckte Brand wurde von den Wehren Ahnsen, Bad Eilsen, Buchholz und Luhden durch drei C-Leitungen gelöscht. Insgesamt waren 32 Feuerwehrleute rund drei Stunden im Einsatz, davon acht mit schwerem Atemschutz. Die Ortsfeuerwehr Buchholzübernahm bis in den Vormittag hinein die Brandsicherheitswache. Die Kriminalpolizei nahm noch in den Nachtstunden an der Schlingmühle die Ermittlungen zur Ursache des Brandes auf. Der Sachschaden wird von den Beamten auf etwa 200 000 Euro geschätzt. Sehr schnell stand dabei fest: "Es war definitiv Brandstiftung", so Bückeburgs Polizeisprecher Bernd Tünnermann gestern auf Anfrage der Landes-Zeitung. Die Polizei geht davon aus, dass sich der Brandanschlag gegen die Schlingmühle selbst gerichtet hat. Die Brandursachen-Kommission hatte sich zuvor gemeinsam mit einem Mitarbeiter des Landeskriminalamtes (LKA) in dem rußgeschwärzten Gebäude auf Spurensuche begeben. Tünnermann: "Auf den Treppenstufen war eine Lunte aus Kleidungsstücken gelegt worden, die bis in das erste Obergeschoss reichte." Dort sei auch ein so genannter Brandbeschleuniger gefunden worden. Um was es sich dabei genau handelt, steht noch nicht fest - "Benzin", sagt der Pressesprecher, "ist es jedoch nicht gewesen". Besagte Kleider-Lunte stammt wahrscheinlich aus dem Depot einer von einem asiatischen Geschäftsmann geleiteten Import/Export-Firma, die im Keller Stoffe gelagert hat. Eigentümer des Objekts ist laut Auskunft der Polizei eine dreiköpfige GbR mit Sitz in Berlin/Zeuthen. Nach Informationen der Landes-Zeitung sollte der Trakt, in dem am 13. Februar das Feuer gelegt wurde, zum 1. März neu vermietet werden.

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