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Zabold-Team besichtigt Modultechniker / Große Zahl an Patenten / "Riesenpfütze" ärgert den Chef

Luhdener "Task-Force" bei Bahr im Einsatz

Luhden (mig). Um die Betriebe in seine Pläne zum Ausbau des Gewerbeparks einzubinden, ist Bürgermeister Peter Zabold (CDU) derzeit im Außendienst unterwegs. Im Januar besuchte er die Firma Honebein, jetzt war die Eilser "Task-Force" (deutsch: Arbeitsgruppe mit Entscheidungskompetenz) bei "Bahr Modultechnik" vor Ort.

veröffentlicht am 07.03.2007 um 00:00 Uhr

"So läuft das": Frank Bahr (r.) erklärt (v.l.) Thomas Beckmann,

Trotz seiner günstigen Lage ist der Gewerbepark das Sorgenkind der Gemeinde. Das Areal an der Nord-Süd-Straße ist erst zu einem Drittel gefüllt, größere Neuansiedlungen sind nicht in Sicht. Damit das anders wird, hat Peter Zabold das Thema jetzt zur Chefsache erklärt. "Ich werde mich mit jedem Mittel dafür einsetzen, weiteres Gewerbe hierher zu bekommen", betont der Bürgermeister. Tatsächlich hat es in den wenigen Monaten seiner Amtszeit auch schon Anfragen gegeben, überzeugen konnten die Offerten den Betriebswirt aber nicht. "Die Firmen müssen in das Gesamtkonzept passen", sagt Zabold und wünscht sich für Luhden "zukunftsweisende und innovative" Unternehmen. Um dieses Zielzu erreichen, sollen die vorhandenen Gewerbetreibenden eingebunden werden. "Am besten wäre es, wenn die Betriebe in ihrem Umfeld für uns werben und ihre Kontakte spielen lassen", erläutert Zabold sein Vorhaben. Ein weiterer Baustein ist die Bestandspflege. Nachdem er 2007 schon "Wilhelm Honebein Maschinen- und Gerätebau" besucht hat (wir berichteten), wollte der Bürgermeister jetzt von Frank Bahr, Chef von "Bahr Modultechnik" erfahren, "wo der Schuh drückt". Begleitet wurde Zabold von Stellvertreter Thomas Beckmann, Eilsens Bürgermeister Bernd Schönemann, sowie Gemeindedirektorin Svenja Edler. Nach dem Empfang skizzierte Geschäftsführer Frank Bahr den Werdegang des jungen Unternehmens. "Bahr Modultechnik" ist seit 1998 in Luhden ansässig und produziert Positioniersysteme, die vor allem in der Medizintechnik, der Lebensmittel- und der Elektronikbranche Verwendung finden. "Unser Fabrikat kann überall eingesetzt werden, sogar im Airbus. Mit dieser Produktvielfalt sind wir Marktführer, wir sind überall dabei, wo sich etwas bewegt", so der Geschäftsführer. Die Besucher stauntenüber die gute Auftragslage - mit innovativer Technik ist die Firma derzeit außerordentlich erfolgreich. Bahr: "Wir haben jedes Jahr eine Umsatzsteigerung." Nach dem Rundgang war die kleine Gruppe erst einmal "platt": "Dass man hier vor Ort so viel High-Tech findet, hätte ich nicht gedacht", machte Peter Zabold deutlich, Kollege Bernd Schönemann wunderte sich über die "hohe Zahl an Patenten". Im gemütlicher Runde redete der Geschäftsführer dann Tacheles. Zu schaffen macht dem 48-Mann-Betrieb derzeit vor allem der Arbeitskräftemangel (Maschinenschlosser, Industriemechaniker). "Es ist ganz schwer hier jemanden zu kriegen", machte der Chef deutlich und klagte zusätzlich über "lustlose Lehrlinge". Abhilfe konnten die Politiker dem Unternehmer zwar nicht zusagen, trotzdem erntete Bahr Verständnis. Nicht ganz einer Meinung waren die beiden Parteien dagegen beim Thema "Nord-Süd-Straße". Hier hatte Frank Bahr moniert, dass bei Regen eine "Riesenpfütze" stehen bleibt, die seine Lieferanten behindere. Zwar sagten die Kommunalvertreter zu, "etwas zu machen", forderten Bahr aber im Gegenzug auf, die neue K8 und nicht die Nord-Süd-Straße als Anfahrt zu nutzen. Völlige Übereinstimmung wurde bei einer rechtlichen Frage erzielt. Damit Nutzer der neuen Internetseite www.luhden.de einheitlich alle Betriebe von einer Oberfläche aus erreichen können, erlaubte Bahr einen Link auf die Betriebshomepage. Zabold: "Die Page wird die Vorzüge des Standorts heraus kehren und Links zu den Luhdener Firmen enthalten." Zum Abschluss versprach der Bürgermeister: "Wir werden in Abständen immer mal wieder bei Ihnen vorbeischauen."

Am Monitorüberwacht ein Bahr-Mitarbeiter den Fertigungsablauf.
  • Am Monitorüberwacht ein Bahr-Mitarbeiter den Fertigungsablauf.


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