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Rat richtet Augenmerk auf den Hochwasserschutz / Regenrückhaltebecken wird in Kürze entschlammt

Luhden will Bürgern "braune Brühe" ersparen

Luhden (tw). Bereits drei Starkregen-Ereignisse haben der Gemeinde Luhden, haben aber auch vielen Bürgern in diesem Jahr schwer zugesetzt. Die Fluten beschädigten Gräben im Bereich des Golfplatzes, schwemmten die Erde von den Äckern und ergossen sich über die Nord-Südstraße, über den Asphalt Im Bolfeld und Unter den Kämpen. "Das Schmutzwasser", erinnert Bürgermeister Peter Peter Zabold(CDU), "stieg bei nicht wenigen Haushalten sogar bis in die Toiletten hoch". Das soll in Zukunft nicht mehr vorkommen.

veröffentlicht am 27.10.2007 um 00:00 Uhr

Peter Zabold

Denn: Während der jüngsten Zusammenkunft des Gemeinderates haben die Politiker von CDU und SPD einmütig dafür votiert, das Übel an seiner Wurzel zu packen. Heißt konkret: "Das Regenrückhaltebecken muss entschlammt werden", sagt Zabold. Der Auftrag dafür ist bereits erteilt, die Maßnahme soll nochim November in Angriff genommen werden. Kommt hinzu: "Im Bereich Bolfeld", meint der Bürgermeister, "muss früher ein Graben vorhanden gewesen sein, der im Zuge der Erschließung des Gewerbegebietes ,verschwunden' ist." Um den Anliegern weiteren Ärger im Zusammenhang mit Hochwasser zu ersparen, soll eine Firma die Sache vor Ort begutachten - anschließend will der Rat auch hier inSachen Hochwasserschutz eine Entscheidung treffen. Last, but not least will die Gemeinde zum gleichen Zweck auch die Gräben im Bereich des Golfplatzes neu profilieren lassen. Dazu soll allerdings noch die Zuckerrübenernte abgewartet werden. Zabold rechnet mit dem Beginn der Arbeiten Ende November. Doch die vergangenen und zukünftigen Regenfälle sind nicht die einzigen Dinge, die den Bürgervertretern derzeit Sorgen machen. Dazu zählen nämlich auch die Einnahmen aus der Gewerbesteuer. Zwar hat Luhden laut Zabold 2005 insgesamt 478 000 und 2006 sogar 991 000 Euro erhalten. Das ist "erheblich mehr" als eingeplant war; das Geld kam der Rücklage der Gemeinde zugute. Aber: "Wegen der gestiegenen Umlagen blieb davon faktisch kaum etwas über", bedauert der Bürgermeister. Ähnliches gelte für 2007 und 2008. Folge: "Der Spielraum für Investitionen ist gering", sagt Zabold. Lichtblick immerhin: Der Energiekonzern E.ON verlegt derzeit im Bereich Klippenstraße, Am Brink und Winterberg Starkstromkabel. Im Zuge der Arbeiten werden auch die Straßendecken erneuert. Das bisherige "Flickwerk" im Asphalt gehört damit schon bald der Vergangenheit an. Noch für November rechnet der Bürgermeister damit, dass die beiden neuen, aus Holz gefertigten Begrüßungstafeln an den Ortseingängen aufgestellt werden können. Die drei Großtafeln, die für den Gewerbepark werben werden, sollen folgen. Die Tafeln liegen bereits auf "Abruf". Allein das "grüne Licht" der Landesbehörde für Straßenbau für das Aufstellen stehe noch aus. Ähnliches gilt für das Rückstufen der alten Kreisstraße (K) 8 zur Gemeindestraße, das - rückwirkend - zum 1. Juli 2007 erfolgen soll. Auch in diesem Fall fehlt nur noch die entsprechende Unterschrift. Weitere Pläne der Gemeinde für die nächste Zeit: Die beiden Bushaltestellen sollen saniert werden; sie brauchen zum einen einen neuen Anstrich, zum anderen muss das Holz, müssen aber auch die Regenfallrohre ausgebessert werden. Problem dabei: "Die Gemeinde", bedauert Zabold, "bekommt derzeit einfach keine Angebote für diese Arbeiten". Last, but not least sollen die "Schwarzen Bretter" mit einer Weichholzplatte versehen werden. Bekanntmachungen - etwa der Vereine - sollen dann nicht mehr getackert, sondern mit Reißbrettstiften befestigt werden. Bitte des Bürgermeisters: "Alte und damit nicht mehraktuelle Aushänge vorher abnehmen!" Das Beste zum Schluss: Für die Freiflächen im Gewerbepark hat es in der jüngsten Zeit "eine Reihe von Anfragen" gegeben. "Möglicherweise", so Zabold, "tut sich da schon bald etwas".

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