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Gestern haben Bauarbeiten am 2,3 Kilometer langen Teilstück begonnen / Stadt zahlt 150 000 Euro

Lückenschluss für Weserradweg am Doktorsee

Rinteln (crs). Lückenschluss am Weserradweg: Gestern haben die Bauarbeiten für ein 2,3 Kilometer langes Teilstück am Doktorsee begonnen. Vom Haupteingang zum Doktorsee-Gelände bis zum Verbindungsweg von Möllenbeck nach Eisbergen wird damit die letzte große Lücke des beliebtesten deutschen Fernradwegs auf dem Gebiet der Stadt Rinteln geschlossen.

veröffentlicht am 31.08.2006 um 00:00 Uhr

Noch müssen sich die Radtouristen mit den Autos die Straße teile

300 000 Euro kostet die Baumaßnahme. Die Stadt Rinteln zahlt die eine Hälfte, die restlichen 150 000 Euro kommen aus den europäischen Fördertöpfen des Leader-plus-Programms. "Das ist eine der wenigen Radwegemaßnahmen in der Region, für die es Geld gibt", freut sich Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz. Geschuldet sei diese finanzielle Unterstützung insbesondere der überregionalen Bedeutung des Weserradwegs. Als "wichtigen Schritt für den Tourismus" begreift Buchholz denn auch diese Maßnahme. Auch für die Rintelner selber soll der neue Radweg die Strecke nach Möllenbeck sicherer machen - auf stadtabgewandter Seite schließt sich direkt der im vergangenen Jahr ausgebaute Feldweg Richtung Stemmen an. "Und natürlich hoffen wir auch auf zusätzliche Besucher für die Innenstadt", will Buchholzüber den Radweg noch mehr Campinggäste als bisher in die Innenstadt locken. Bis Ende September sollen die Bauarbeiten am 2,50 Meter breiten Radweg andauern. Wenn aber das Wetter nicht wieder ein bisschen freundlicher wird, könnte es auch länger dauern. Jetzt sind auf Rintelner Stadtgebiet nur noch zwei kleinere Lücken im Weserradweg-Netz zu verzeichnen. Zwischen Kleinenwieden und Ahe müssen die Radfahrer für ein kleines Teilstück auf die Straße ausweichen. Allerdings ist hier kaum Platz für einen zusätzlichen Radweg, außerdem fahren so gut wie keine Autos auf der Straße - "eine Frage des Anspruchs", meint Buchholz. Langfristig Handlungsbedarf sieht er schon eher bei dem schmalen Weg, der von Kohlenstädt aus durch die Wiese in Richtung Kleinenwieden führt. Vor vielen Jahren sei der gemacht worden, sagt Buchholz: "Den könnte man irgendwann mal verbreitern."

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