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Schwalbe Tündern bildet viele jugendliche Sportler aus / Gewichtheber suchen Nachwuchs

„Lohnt sich der Aufwand für die Übungsleiter?“

Hameln (wft). Es war eine ernüchternde Bilanz, die der Vorsitzende des HSC Blau-Weiß Schwalbe Tündern, Fred Hundertmark, auf der Jahreshauptversammlung des Traditionsvereins ziehen musste. Zwar stieg die Mitgliederzahl entgegen dem Trend im Kreissportbund leicht von 516 auf 519 Mitglieder, doch steht es finanziell nicht zum Besten mit den „Schwalben“. Hätte es nicht eine ordentliche Ausbildungsentschädigung vom FC Liverpool für den Wechsel von Christopher Buchtmann zu dem britischen Profi-Club gegeben, wäre das Jahr 2009 nach Aussage von Kassenwart Joachim Bloß „schwierig“ geworden.

veröffentlicht am 03.02.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 06:41 Uhr

Die Führungsriege des HSC Blau-Weiß Schwalbe Tündern: Schriftfüh

Hameln (wft). Es war eine ernüchternde Bilanz, die der Vorsitzende des HSC Blau-Weiß Schwalbe Tündern, Fred Hundertmark, auf der Jahreshauptversammlung des Traditionsvereins ziehen musste. Zwar stieg die Mitgliederzahl entgegen dem Trend im Kreissportbund leicht von 516 auf 519 Mitglieder, doch steht es finanziell nicht zum Besten mit den „Schwalben“. Hätte es nicht eine ordentliche Ausbildungsentschädigung vom FC Liverpool für den Wechsel von Christopher Buchtmann zu dem britischen Profi-Club gegeben, wäre das Jahr 2009 nach Aussage von Kassenwart Joachim Bloß „schwierig“ geworden. Und ohne die vielen Sponsoren aus der heimischen Wirtschaft hätte Blau-Weiß Tündern auch das Dewezet-Supercup-Turnier im Januar nicht über die Bühne bringen können.

Angesichts der wenig erfreulichen Finanzlage stellte Hundertmark in seinem Jahresbericht auch die Grundsatzfrage: „Lohnt sich der von uns betriebene Aufwand für die Übungsleiter überhaupt?“ Der Verein bilde für viel Geld zahlreiche jugendliche Sportler aus. „Dann aber gehen sie zu einem anderen Amateur-Verein, und wir gucken finanziell in die Röhre.“ Ausbildungsentschädigungen nach den Regeln der FIFA gebe es nur beim Abschluss eines Profivertrages wie im Fall des U-17-Nationalspielers Buchtmann. Hundertmark: „Wir können nicht ein reiner Ausbildungsverein sein. Das müssen wir vermeiden.“ Eine denkbare Alternative wäre es laut dem Vereinsvorsitzenden, die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel nur für die erste Herrenmannschaft zu investieren und die Jugendarbeit zu stoppen.

Gerade für die erste Herrenmannschaft sieht die Bilanz für 2009 recht düster aus. Ganze zwei Punkte holte das Team in der Hinrunde der Saison 2009/10, weil die zahlreichen Abgänge nicht kompensiert werden konnten, wie der aus beruflichen Gründen aus dem Vorstand ausscheidende Marc Dühring in seinem schriftlich vorgelegten Bericht anmerkte. Für die nächste Saison erhofft sich der HSC mit der Rückkehr von Trainer Siegfried Motzner eine bessere Zukunft. Immerhin hatte die 2. Herrenmannschaft die Kreismeisterschaft erreicht und „schlägt sich in der Bezirksliga wacker“, bilanzierte Dühring. Die 3. Mannschaft sei zwar zusammengeblieben, habe aber ihre Ziele nicht ganz erreicht. Bei den Damen musste die 1. Mannschaft den Abstieg aus der Bezirksliga hinnehmen, in der Kreisliga steht sie derzeit auf Platz 3. Positiv sieht die Bilanz der Fußball-Junioren aus. Fünf Meisterschaften holten allein die Teams der 14- bis 18-Jährigen, wie Jugendspielleiter Andreas Frevert vermelden konnte. Und auch die Mannschaften der jüngeren Jahrgänge räumen ordentlich ab. Solche Erfolge haben die Mädchen noch nicht vorzuweisen: Nur die erste Mannschaft der D-Juniorinnen wurde Kreismeister.

„Als nicht wirklich erfreulich“ bezeichnete Claudia Skade die Lage in der Tischtennis-Abteilung. Vier Mannschaften könnten in ihren Ligen allenfalls den Klassenerhalt schaffen, erklärte sie. Nur die erste Damenmannschaft steht in der Tabelle der Frauen-Landesliga weit oben. Claudia Skade beklagte ebenso wie Roman Bossauer für die Gewichtheber mangelnden Nachwuchs. „Wir könnten mehr Neuzugänge vertragen“, erklärten beide.

Bei den Wahlen zum Vorstand wurde Fred Hundertmark einstimmig im Amt bestätigt, seine drei Stellvertreter Ludwig Franz, Karl-Heinz Hau und Ulrich Rogmann, der für Dühring nachrückte, wurden wie Kassenwart Joachim Bloß und die neue Schriftführerin Silke Müller bei zwei Enthaltungen gewählt. Silke Müller rückte für den im Alter von 60 Jahren verstorbenen Wilfried Guske in den Vorstand auf.

Sowohl Hundertmark als auch Bloß kündigten an, nur noch ein Jahr für ihre Ämter zur Verfügung zu stehen. Bloß ist bereits seit 30 Jahren im Vorstand und verwaltet die Kasse mittlerweile schon 25 Jahre.



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