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Mit Mineralsalzen aus Emmerthal wird das Teleskop Weltraum-fit / Gespräch über Exportfragen

Lohmann Gruppe sorgt für klaren Hubble-Blick

Weserbergland (red). Seit fast 20 Jahren schwebt das Hubble-Weltraumteleskop durch das All und schickt faszinierende Aufnahmen von unbekannten Galaxien, Supernoven und Sternennebeln zur Erde. Dass die Bilder, die das Teleskop macht, gestochen scharf sind, dafür ist ein heimisches Unternehmen mitverantwortlich – die Firma Dr. Paul Lohmann mit Stammsitz in Emmerthal. Die weltweit tätige Unternehmens-Gruppe stellt unter anderem Mineralsalze her. Mit ihnen werden die Linsen am Weltraumteleskop Hubble bearbeitet und sorgen für den klaren Durchblick in den Weltraum.

veröffentlicht am 07.02.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

Das Hubble-Teleskop liefert Bilder aus dem All. In ihm steckt Kn

Seine unternehmerischen Erfahrung wollte Jürgen Lohmann, Geschäftsführer der Dr. Paul Lohmann GmbH KG, nun an den Mann bringen. Die Weserbergland Aktiengesellschaft hatte zum 2. Netzwerkabend eingeladen, bei dem das Thema Export im Mittelpunkt stand. Lohmanns Empfehlung an kleine Unternehmen: „Nutzen Sie Erfahrungen von anderen Exportunternehmen und Netzwerken, um nach und nach im Ausland Fuß zu fassen.“ Vor allem sei aber auch die persönliche Entschlossenheit gefragt. Lohmanns Ehrgeiz wurde gepackt, als er auf einer Auslandsreise entdeckte, dass ein kleines Unternehmen aus dem Nachbarort schon vor Ort war. „Wenn der das kann, kann ich das auch“, ermutigte er sich damals zum Ausbau des Auslandsgeschäftes.

Als weiterer Exportfachmann referierte Hatto Brenner, Geschäftsführer AWI International Business Services aus Erlangen. Er stellte das Projekt „ExportCluster Weserbergland plus“ vor. Als möglichen Einstieg empfahl Brenner den Unternehmen, auf jene ausländischen Wachstumsmärkte zu setzen, die Ähnlichkeiten in Bezug auf Mentalität und Verbrauchsgewohnheiten hätten. Osteuropa sei ein lohnender Markt, weil der Exportanteil Deutschlands mit 15 Prozent gering ausfiele und deshalb von einem großen Nachholbedarf ausgegangen werden könne. „Die Märkte Westeuropas sind weitgehend gesättigt“, so Brenner. „Spannend ist nach wie vor Russland; aber ebenso die Ukraine oder auch Kroatien.“ In diesen Märkten sei die Marke „Made in Germany“ sehr gefragt.

Mit Praxisbeispielen erläuterte der Referent einen Fahrplan zur Exporttätigkeit. Dabei spielten Aspekte wie das Einholen von Informationen über den Zielmarkt, die Herausarbeitung des Alleinstellungsmerkmals sowie die Nutzung bestehender Kontakte eine wichtige Rolle. Abschließend stellte Brenner die im Auftrag der Weserbergland AG vorbereiteten Exportprojekte vor, die für Unternehmen des Wirtschaftsraumes in Frage kommen. Vor allem in den Bereichen Energie, Wasserwirtschaft und hochwertiger Objektbau lägen lohnenswerte Betätigungsfelder.



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